Was zu Alexa

Der Werwohlf gibt es zu: Er hat so ein Echo-Teil von Amazon in seiner Wohnung. Und es stehen auch zwei davon in der Wohnung, die er mit seiner Liebsten am Wochenende aufzusuchen pflegt.

Folgte er nun diversen Stimmen aus Medien und Politik, müsste er sich selbst der Dummheit zeihen, hätte er doch diese Räume damit permanent verwanzt und sowohl dem bösen Profitgeier Amazon als auch dem sonst immer guten, hier aber mal wieder bösen Staat die Tore für den großen Lauschangriff geöffnet. Seine intimsten Geheimnisse liegen eifrigen Amazon-Mitarbeitern zur Transkription vor, und wenn die Geheimdienste beim Lesen dieses Blogs auf nicht hilfreiche Beiträge stoßen, können sie über installierte Hintertüren oder gar ganz offiziell per Amtshilfe über die Echo-Geräte mehr von seinen Umsturzplänen erfahren.

Nun, es lässt sich nicht leugnen: Das sind Mikrofone, und die hören, was in dem Raum gesprochen wird. Weiterlesen

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Was zu VBA

Fragt man echte Programmierer, ist VBA (also das, was als Makrosprache mit MS Office mitgeliefert wird), das Übel schlechthin. 

Dem ist auch nur schlecht zu widersprechen. Es gibt da draußen Unmengen von VBA-Anwendungen, die von des wahren Programmierens Unkundigen so lange zusammengeschustert wurden, bis sie irgendwie liefen, und das auch noch überwiegend als völlig unzureichend dokumentierte Insellösungen. Nicht umsonst gelten gerade diese Anwendungen als eines der Haupthindernisse für eine Migration zu Linux. 

Aber warum gibt es sie überhaupt? Weil eine Kommunikation zwischen IT- und Fachabteilung entweder gar nicht stattfindet oder mehr zum gegenseitigen Unverständnis beiträgt als alles andere. Weiterlesen

Was zu Reinheit

Es liegt wohl in der menschlichen Natur, alles, was nicht so ist wie man selbst, irgendwie weg haben zu wollen. Dies treibt nicht nur diverse Islamfeinde an, wenn sie diese Religion aus Deutschland heraus drängen wollen, sondern offensichtlich auch Bundestagsabgeordnete, die es nicht ertragen können, dass ihnen der Souverän eine Truppe beigesellt hat, die sich deutlich rechter positioniert und anders verhält, als man dies vorher gewohnt war.

Jetzt wurde also dieser AfD zum wiederholten Mal ein Sitz im Bundestagspräsidium verwehrt. Im Gegensatz zum Kandidaten, der ursprünglich von der AfD aufgestellt wurde, konnte bei der Kandidatin, die jetzt auch zum dritten Mal abgelehnt wurde, auch kein anderer, unwählbar machender Mangel mehr angeführt werden als der, dass sie eben Mitglied der AfD ist. Auf Twitter überboten sich diverse Abgeordnete im Heroismus, die Machtergreifung wieder ein Stück unmöglicher gemacht zu haben. Die Geschäftsordnung des Bundestags, die für jede Fraktion einen Platz im Präsidium einräumt, kann damit seit eben jederzeit über den Haufen geworfen werden, wenn politische Gegner nur genug Nazi-Vergleiche anbringen. 

Was den Werwohlf hier bedenklich stimmt, ist nicht unbedingt die Tatsache, dass der AfD ein Tort angetan wurde. Weiterlesen

Was zum Widerstand

Der Widerstand gegen Hitler und die Seinen wird umso stärker, je länger das Dritte Reich zurück liegt.

Diese Erkenntnis verdanken wir dem brillanten Publizisten Johannes Gross. Und wir finden sie jeden Tag aufs Neue bestätigt vor. Absurd daran ist, wie sehr aber die Methoden der wackeren Widerständler mitunter denen ähneln, die man gewöhnlicherweise mit Faschismus und Nationalsozialismus in Verbindung bringt. Wir können da „Sippenhaft“ beobachten, wenn Kinder von Eltern mit ideologisch nicht genehmen Ansichten bestimmte Schulen nicht mehr besuchen dürfen, die Verweigerung von Rechten, wenn Wirte bedroht werden, die bestimmten Gästen nicht den Zutritt verwehren, gesellschaftliche Ausgrenzung, wenn bestimmten Gäste ihrerseits aus ideologischen Gründen das Eingehen von Verträgen verweigert wird, Gewalt, wenn politisch Andersdenkende angegriffen werden oder auch „nur“ ihre Fahrzeuge bzw. ihr Haus, oder auch ganz simpel Rufmord an allen, die dennoch Umgang mit Menschen pflegen, die vom tapferen Widerstand verfolgt werden.

Die „Aktivisten“, wie die Typen in den Medien gerne genannt werden, die zu solchen Mitteln greifen, folgen hier klar einer ideologischen Linie. Schlimm sind die Methoden der Nazis nur, wenn sie eben von Nazis angewendet werden, weil deren Ideologie das Böse schlechthin ist. Weiterlesen

Was zu Weber

Je näher die Wahl zum Europäischen Parlament rückt, das übrigens mit dem Siegel des Bundesverfassungsgerichts als undemokratisch bezeichnet werden kann, weil „One man, one vote“ dort nicht gilt, um so mehr bemühen sich die deutschen Europa-Abgeordneten fast aller Parteien in einer Disziplin, die sie so souverän beherrschen wie kein anderer: der Arroganz. 

Die Euphorie, die in der Bundesrepublik Staatsräson ist, sobald man von Europa spricht, scheint diese Damen und Herren in der Auffassung bestätigt zu haben, dass sie per se für etwas Gutes stehen, und dass dieses Gute zu 99,9% darin besteht, dem europäischen Zentralstaat näher zu kommen. Weiterlesen

Was zu #vonhier

Also, der Werwohlf ist jetzt nicht gerade der typische DSDS-Zuschauer. Dabei hat er prinzipiell gar nichts gegen Casting Shows – „The Voice“ tut er sich gerne mal an, aber der Werwohlf mag keine Shows, wo Peinlichkeiten zur Schau gestellt werden. Bei DSDS kann man nun mal nicht entscheiden, wer peinlicher ist, die Kandidaten oder die Jury. 

Aber dass der Dieter Bohlen bei einem Kind als Kandidaten, das in einer fremdländischen Tracht und mit offensichtlich asiatischen Gesichtszügen vor ihm auftrat, gerne wissen wollte, wo beides konkret zusammenkommt, hält er für völlig verständlich. Dass es ungeschickt geschah: Geschenkt, dafür ist es eben Dieter Bohlen. 

Twitter wäre nicht Twitter, wenn daraufhin nicht gleich ein #Irgendwas entstanden wäre. Dazu gibt es dort zu viele Sprach- und neuerdings auch Witze-Wächter, die dankbar jede Chance auf Empörung aufgreifen, um die eigene politische Agenda voranzutreiben. Also geht es jetzt um die Frage an offensichtlich „uneuropäisch“[1] Aussehende, woher man denn komme. Und wenn diese Frage dann, weil es sich um jemanden aus der xten Einwanderer-Generation handelt, mit einer deutschen Stadt oder Region beantwortet wird, um das Nachhaken in der Form, woher man denn „eigentlich“ komme. Ein solches Verhalten sei ausgrenzend. 

Stimmt das?

Wie so oft muss die Frage lauten: Es kommt darauf an. Weiterlesen

Was zu „Schulstreiks“

Man kann sich dem Thema der „streikenden“ Schüler auf mehrere Arten nähern. 

Man könnte darauf abstellen, dass es sich nur um eine Minderheit von Schülern handelt – eine Minderheit, die politische Präferenzen in einer bestimmten Richtung ausgebildet hat. Und dass die Annahme, andere Schüler stimmten mit den Meinungen der „Streikenden“ nicht überein, keine allzu heroische wäre. Man könnte auch der Auffassung sein, dass wenig dafür spricht, der bisherigen Debatte habe es vor allem an mehr Emotionalität gefehlt, und dass eine darüber hinaus gehende Kompetenz der Demonstranten nicht erkennbar ist. 

Was aber den Werwohlf am meisten amüsiert, ist der Umstand, dass dieses nunmehr ja auch von höchster politischer Stelle[1] gewürdigte Engagement bereits einen unmittelbaren Gegenwartsnutzen für die Beteiligten mit sich bringt (sie entgehen einem wohl spaßbefreiten Unterricht), der allerdings zu Problemen in der Zukunft führen könnte (Bildungsdefizite) –  witzigerweise also genau das, was diese selbsternannten[2] Vertreter der Jugend den Älteren vorwerfen. Problematisch daran ist jedoch, dass wir in diesem Lande eine Schulpflicht haben. Weiterlesen