Maskenball

Viele würden die Corona-Virus-bedingten Einschränkungen vielleicht eher verstehen und akzeptieren, wenn die öffentliche Kommunikation nicht so widersprüchlich wäre.

Erst hieß es, Mund-Nase-Schutz („Maske“) bringe nichts. Das dürfte mittlerweile als der Verfügbarkeit angepasste Botschaft verstanden werden.

Dann hieß es, die Maske bringe schon etwas, aber nur für die anderen, nicht für den Träger. Was immerhin Grundlage für eine allgemeine Pflicht sein kann.

Aber bringt sie wirklich nichts für einen selbst? Weiterlesen

Sie wissen nicht, was sie tun

Man könnte sagen, der Titel dieses Blogposts beziehe sich auf Lk 23,34. Aber vielleicht auch auf HD 2606,2020.

Ja, es ist ein Beitrag von Hadmut Danisch und damit, wie alle anderen subjektiven Äußerungen auch, kritisch zu lesen, aber was er da anmerkt, trifft einen Kern.

Die wissen überhaupt nicht, was sie tun.

Es soll an dieser Stelle auch gar nicht um das Thema gehen, um das es in Hadmuts Beitrag geht (was niemanden davon abhalten sollte, sich genau dessen anzunehmen). Weiterlesen

Nochmal was zu postmodernen Linken

In der taz, die durch einen fragwürdigen Beitrag einer ihrer Autorix[1] in die Schlagzeilen kam, erschien jetzt ein Beitrag, der eben das beleuchtet, was der Werwohlf gerade behandelte. Quasi als „Frontbericht“, und daher um so wertvoller lesbar.

Interessant ist hier vor allem diese Passage, die wiederum das gesamte Konstrukt in Frage stellt:

Und deswegen „darf“ eine PoC-Autorin wie Hengameh Yaghoobifarah in den Augen intersektional Denkender auch „alles“, wie es hieß. Wer ihr das abspricht – und etwa an der Kolumne herummäkelt –, ist kein guter „ally“, Verbündeter der Diskriminierten, sondern verteidigt seine Privilegien. Und wer ihr das abspricht und selber PoC ist, ist in dieser Lesart ein „token“, also von Weißen manipuliert.

Das heißt: Die Zugehörigkeit zur Gruppe allein verleiht dir noch keine Autorität. Die wächst dir erst dann zu, wenn du dich so verhältst, wie wir aufgeklärten Mitglieder der Gruppe es als angemessen definieren.

Raum für Abweichung, für Individualität: gleich Null. Konformes Denken und Handeln ist gefragt, und es gibt Menschen, die dafür anderen Vorgaben machen.

Machtverhältnisse sind eben doch nicht verkehrt, wenn sie in den Kram passen.

[1] Die entsprechende Person bezeichnet sich als binär und empört sich gegen Anreden als Mann oder Frau. Der Werwohlf sucht deswegen Zuflucht beim bekannten Vorschlag von Lann Hornscheidt.

Tichys Einblick in den Fußball

Auf „Tichys Einblick„, der Publikation, die uns immer wieder neu mitteilt, warum Merkel unser Unglück ist, hat man sich jetzt auch mal dem Fußball gewidmet. Zumindest indirekt. In einem Beitrag wird dort die „dubiose“, weil steueroptimierend gestaltete Herkunft der Gelder moniert, die über den Investor Lars Windhorst dem Klub zuteil wurden und auch noch weiter werden sollen.

Fußballromantikern ist das selbstverständlich nicht geheuer, und man kann sie ja auch verstehen. Weiterlesen

Neutraler Journalismus, gute und böse Rechte

Beim „Spiegel“ hat man es ja neuerdings nicht so sehr mit „neutralem Journalismus“, also einem, der bei strittigen Fragen auch mal andere Stimmen zu Wort kommen lässt[1]. Man will eben den Leser nicht verschrecken, der seine permanente Rotlichtbestrahlung braucht. Das ist in den Zeiten, wo es den Medien wirklich nicht gut geht, und die durch Covid-19 nochmal verschlimmert wurden, durchaus verständlich: Bleib bei deinem Markenkern, bemühe dich um deine Kunden. Es ist ja auch so, dass bei der kleinsten liberalen oder konservativen Kontamination des stramm-linken Magazininhalts sich in den „sozialen“ Medien sofort ein Sturm der Entrüstung erhebt, der letztlich dazu führt, dass jedes Mal mehr Abo-Kündigungen mitgeteilt werden als der „Spiegel“ überhaupt Auflage hat. Das braucht wirklich keiner.

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Was zu den USA-Unruhen

Der Werwohlf hat die Nesseln schon gut im Blick, in die er sich gleich setzen wird…

Corona war gestern, heute ist George Floyd. Ja, der Schwarze, der offenbar aufgrund der übertriebenen Ruhigstellung durch einen Polizisten ums Leben kam. Und damit fängt es schon an. Diese Tat ist keine Angelegenheit von Minneapolis mehr, wo sie geschah, sie ist auch keine mehr der USA, wo sie massive und z.T. auch gewalttätige Proteste ausgelöst hat, sie ist wohl mittlerweile auch in Deutschland angekommen. Weiterlesen

Blogroll aufgeräumt

Ja, Blogs sind sowas von Nullerjahre, sowas von Prä-Facebook und Prä-Twitter[1], aber der Werwohlf als alter und zu großen Teilen konservativer Sack kann sich von alten Gewohnheiten eben schlecht trennen, und so pflegt er weiterhin eine Blogroll.

Aus der sind jetzt einige Sites verschwunden und neue hinzugekommen. Weiterlesen

Über unbehaarte Affen und Momente der Schwäche

Es war am Mitte letzter Woche, als folgender Tweet von Don Alphonso für Aufregung im mainstreamigen Teil der Twitter-Timeline des Werwohlfs sorgte:

Es dauerte nicht lange, und die Empörung ergoss sich über ihn. „Unbehaarter Affe“ und „Afrika“ – diese Konstellation konnte nur auf eines hindeuten: Rassismus! Weiterlesen

Erziehung im Windschatten

Politiker hätten ihren Beruf verfehlt, wenn sie eine Krise nicht zu nutzen wüssten. So ließen sich auch in einer Zeit, in der alle vor allem die Corona-Pandemie beschäftigt, mal eben schnell Änderungen am Straßenverkehrsrecht vornehmen, die in normalen Zeiten nicht ohne Diskussion geblieben wären, jetzt aber ohne nennenswerte Debatte hingenommen wurden.

Die Verschärfungen der Parkregeln treffen vor allem den innerstädtischen Einzelhandel. Was die Politik also mit der einen Hand aufrichten möchte (Hilfen in der Pandemie), reißt sie mit der anderen wieder ein (Erschwerung von Lieferungen und Kundenbesuchen).

Besondere Aufmerksamkeit aber verdienen die neuen Grenzen für Fahrverbote aufgrund zu schnellen Fahrens.  Weiterlesen