Neues Deutschland (I)

Neue Rubrik für Diverses, das den Werwohlf dessen Asynchronität lehrt. Heute geht es um Pseudonymität und böse Zahlen. Den Rest des Beitrags lesen »


Bullshit-Rhetorik à la Schulz

Ganz Deutschland ist im Schulz-Fieber. Gut, die öffentlich-rechtlichen Medien tragen ihren Teil dazu bei, aber der Hype lässt sich nicht allein dadurch erklären. Große Teile der Wähler fallen geradezu in Trance wegen dieses Kandidaten, der dem Werwohlf bislang nur als Drescher hohler Phrasen und europäischer Zentralist aufgefallen war, und das eben auch noch unangenehm. Den Rest des Beitrags lesen »


Der Zorn des Werwohlfs

Es ist wohl so: Der Fußball bringt in uns die schlechtesten Seiten hervor. Der Werwohlf kennt sich eigentlich als jemanden, der, obwohl er nicht aus dem Rheinland stammt, jederzeit bereit ist zu sagen: „Man muss auch jönne könne!“. Sicher, das fällt in manchen Fällen leichter als in anderen (z.B. bei Selbstbedienungen von Managern und Politikern), aber im Grunde sieht der Werwohlf es entspannt, wenn der liebe Gott (oder das Schicksal) es offensichtlich besonders gut mit jemandem meint.

Von dieser Regel gab es bisher nur eine Ausnahme. Und seit gestern gibt es deren zwei. Beide haben mit Fußball zu tun. Den Rest des Beitrags lesen »


Fremd? Oder doch nicht?

Schon seit langem wollte der Werwohlf zum Thema mal was schreiben. Heute ist es soweit. Ein Tweet aus der „Tagesspiegel“-Reihe „Berliner Liste“ gab den Anlasss: https://twitter.com/TSPSonntag/status/832526544484589568

In ihm wird die Geschichte von einer Frau und zwei Männern „südländischen Aussehens“ erzählt. Sie sitzen im selben Restaurant, und die Frau fragt die beiden: „Woher kommen Sie denn?“ Worauf einer der beiden – wie der „Tagesspiegel“ betont: akzentfrei – antwortet: „Von der Arbeit.“ Den Rest des Beitrags lesen »


Keine Nazis!

Es gibt viele Gründe, als Deutscher die Spanier zu beneiden. Da wären die Tapas. Da wäre das Land, in dem man von schneebedeckten Bergen bis an den Sandstrand fahren kann. Da wären die Temperaturen. Da wäre der Club-Fußball, der die Champions League beherrscht.

Aber das einzige, um das wir die Spanier wirklich beneiden sollten, ist ihre Nationalhymne. Den Rest des Beitrags lesen »


Was zum Establishment

Wenn man sich eines Tages fragen sollte, warum die AfD trotz aller Ausfälle ihrer extremen Vertreter und der etwas allzu simplen Politikvorschläge dennoch eine lange Zeit Wahlabsichten in Höhe von über 10% auf sich vereinigen konnte, dann wird man unbedingt über das Unverständnis der labernden Klasse reden müssen, die Gründe für den Aufstieg dieser Partei auch nur annähernd zu begreifen.

Als Beispiel möge uns diesmal ein Artikel aus FAZ.net dienen: „Kampfbegriff Establishment„. In ihm beschwert sich der Autor darüber, dass sich (u.a.) die AfD gegen „das Establishment“ wende, obwohl ein solches, als „etablierte Struktur“ übersetzt, doch für das Funktionieren demokratischer Gemeinwesen essentiell sei und die Partei letztlich selbst Teil dieses Establishments werden wolle.

Der Werwohlf versteht diese Argumente nicht. Natürlich braucht es Strukturen, und es braucht auch Hierarchien, selbst in einer Volksherrschaft, um mal die Übersetzung von „Demokratie“ heranzuziehen. Die Frage ist doch aber: Wie wirken diese Strukturen? Wie werden diese Hierarchien besetzt? Den Rest des Beitrags lesen »


Was zu Schulz

Alles, was in der SPD und um sie herum geschieht, kann man nur verstehen, wenn man sich einen wichtigen Grundsatz vergegenwärtigt: Die SPD ist Oppositionspartei. Das liegt in ihrer DNA. Die wurden so gegründet, und in einer unvollkommenen Welt werden sie das auch ewig bleiben.

Nichts davon ändert sich dadurch, dass die SPD in der bundesrepublikanischen Geschichte auch regiert. Aus SPD-Sicht sind das eher so Betriebsunfälle. Denn Regierungshandeln erfordert Kompromisse, in unserem Staat nicht nur gegenüber dem Koalitionspartner, ohne den seit 1966 nichts mehr läuft, sondern auch gegenüber politisch anders zusammengesetzten Landesregierungen, die über den Bundesrat um so mehr mitzureden haben, je mehr der Tendenz zur Zentralisierung nachgegeben wird. Und Kompromisse mit der anderen Seite, nur um irgendwelche kleinen Schritte durchzusetzen, sind in der SPD ungefähr so beliebt wie ein fetter, Zigarre rauchender Kapitalist mit Bowler. Den Rest des Beitrags lesen »