Bindenwerbung

Was findet da eigentlich gerade in Katar (oder neuerdings, weil nur englische Namen korrekte Namen sind: Qatar) statt? Folgt man den Medien, dann muss es sich wohl um eine gigantische Werbeveranstaltung handeln, obwohl auch noch hartnäckig behauptet wird, es ginge in erster Linie um eine Fußball-Weltmeisterschaft.

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Mehr zum Eigentümerwechsel bei Twitter

Ganz abgesehen von den Sorgen einer linken Blase, die mehr über diese Blase aussagen als über Elon Musk, gibt es auch tatsächliche Anhaltspunkte, dass Twitter gerade eine – sagen wir mal vorsichtig – suboptimale Phase durchmacht. Ein Artikel auf FAZ.net fasst das ganz gut zusammen: „Musk kehrt mit eisernem Besen“.

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Was zum Eigentümerwechsel bei Twitter

Seit feststand, dass Elon Musk der neue Eigentümer von Twitter ist, scheint in „Linkstwitter“ so etwas wie die nackte Panik ausgebrochen zu sein. Man propagiert sogar den Wechsel zu Mastodon, allerdings auf Twitter, was dem Wechsel einen Hauch Glaubwürdigkeit nimmt. Es scheint vor allem zwei Befürchtungen zu geben, die beide sehr Bezeichnendes über die linke Twitter-Blase aussagen.

Befürchtung 1 wäre, dass Musk, wie er auch angekündigt hat, der Redefreiheit einen weitaus höheren Stellenwert beimessen wird als dies noch unter den alten Eigentümern der Fall war. So könnte nicht nur der Account von Ex-Präsident Donald Trump wieder freigegeben werden, auch die inzwischen gängigen Sperren von Usern, die durch das Verbreiten von Fakten gegen woke Tabus verstoßen, könnten ein Ende haben. Mit anderen Worten: Linken könnte widersprochen werden, ohne dass sich der Widerspruch durch massenhaftes Melden unterdrücken ließe. Natürlich wird das anders verpackt, nämlich als Sorge davor, von nun an könnten „Hass und Hetze“ (ein unter Linken übliches Synonym für den oben erwähnten Widerspruch) überhand nehmen und die Gesprächskultur zerstören. Wer als Nicht-Linker oder auch als Linker mit gesundem Menschenverstand (selten, aber existent…) auf Twitter unterwegs ist, wird sich natürlich fragen: Welche Gesprächskultur?

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Eine kleine Moritat

Unternehmer U hat sich vor 20 Jahren mit einem kleinen Betrieb selbständig gemacht. Zusammen mit 10 Mitarbeitern bedient er eine kleine Nische im B2B-Markt. Die Leitung seines kleinen Unternehmens nimmt einen wesentlichen Teil seiner Arbeitszeit in Anspruch, aber er lässt es sich nicht nehmen, hin und wieder auch selbst Hand anzulegen. Allerdings gelingt ihm das immer seltener, denn jedes Jahr ist er mit neuen gesetzlichen Regelungen konfrontiert, die in der Regel darin münden, dass er gut funktionierende Abläufe umstellen und zusätzliches Geld ausgeben muss. Bislang konnte er seine Mitarbeiter an der allgemeinen Lohnentwicklung teilhaben lassen. Während der Finanzkrise überbrückte er eine Durststrecke, indem er Geld aus eigenem Vermögen beisteuerte, damit er niemanden entlassen musste. U erzielt mit seinem Unternehmen gute, aber keine exorbitanten Gewinne, arbeitet aber auch 12 Stunden am Tag und am Wochenende. Dennoch zahlt er als Unternehmenseigner unweigerlich den Einkommensteuer-Spitzensatz, plus Gewerbesteuer. Von dem, was übrig bleibt, legt er für sein Alter zurück oder steckt es wieder in den Betrieb. Er kann sich nicht daran erinnern, wann er zuletzt Urlaub gemacht hat – Frau und Kinder fahren meist alleine.

Checker C brach vor 20 Jahren den letzten Schulversuch ab, den eine gutmeinende Front aus Lehrern und Sozialarbeitern ihm noch nahe legen konnte. Das frühe Aufstehen, um zur Schule zu gehen, wo man ihm ohnehin nur unverständliches Zeugs erzählte, entsprach nicht seinen Vorstellungen von einem guten Leben, und lieber hing er mit seinen Kumpels auf dem Bahnhofsplatz oder neben dem Parkhaus ab. Inzwischen bezog er ALG II. Er bekam eine Wohnung zugeteilt, um deren Kosten er sich nicht zu kümmern brauchte. Nervig war nur die Arbeitsagentur, die immer wieder etwas von ihm wollte, was ihn wegen des erforderlichen Aufstehzeitpunkts wieder verdächtig an Schule erinnerte. Zum Glück ersparte ihm die neue Bundesregierung das erstmal. Für Bier und Zigaretten reicht das Geld, erst recht, wenn er sich unter der Hand mal etwas dazuverdient, indem er hier und da etwas Nachbarschaftshilfe leistet. An Lebensmittel kommt er durch die Tafel billig heran. Einkommensteuer zahlt C keine.

Während U noch am Schreibtisch sitzt, um eine statistische Erhebung auszufüllen, hat es sich C vor dem Fernseher bequem gemacht. Eine Politikerin erzählt mit ernster Miene von den Problemen der Ärmsten, die mit ihrem Geld nicht mehr auskämen. C nickt. Die Frau weiß Bescheid. Jetzt fordert sie eine Vermögensabgabe.

„Die starken Schultern müssen mehr tragen!“ deklamiert sie feierlich. Sie meint U.

Es gibt vorhersehbare Reaktionen auf diesen Beitrag. Um einigen Zeitgenossen einen ungesunden Blutdruck zu ersparen, sei an dieser Stelle erwähnt, dass es sich oben um bewusst extreme Gegensätze handelt, die keinesfalls repräsentativ für Einkommensklassen stehen sollen. Sie sind als Gegengewicht zu den Erzählungen von faulen, reichen Rentiers gedacht, denen unverschuldet in Armut geratene alter Mütterlein gegenüberstehen – eine nicht viel wahrscheinlichere Konstellation, die aber in den Medien eine gewisse Popularität genießt. Letztlich geht es dem Werwohl darum aufzuzeigen, dass das Gequatsche von „starken Schultern“, wenn es um Einkommen oder Vermögen geht, bestenfalls nur die halbe Wahrheit abbildet.

Was zur Arbeitszeiterfassung

Zwei extrem weise Gerichte haben, in gebotenem zeitlichen Abstand voneinander, Urteile gefällt, dass vertraglich geschuldete Arbeitszeiten penibel zu erfassen seien. Insbesondere die in vielen Unternehmen übliche „Vertrauensarbeitszeit“, wonach auf eine Erfassung und Dokumentation der Arbeitszeit verzichtet werden kann, verlöre damit ihre Grundlage.

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Was zu Frauen-Fußball

Wenn es nach jüngsten (natürlich von Frauen verfassten) Kommentaren im Netz geht, ist natürlich schon diese Überschrift despektierlich. Nix „Frauen-„Fußball, sondern einfach nur Fußball. Leider lässt sich der Werwohlf nicht ausreden, dass es verschiedene Leistungsniveaus im Fußball gibt, und das der Frauen ist nun leider nicht vergleichbar mit dem der Männer in dieser Sportart[1]. Da kann die eine Kommentatorin noch so non-chalant mit einem

Nur weil auf irgendeinem Sportplatz der Republik mal eine Jugendmannschaft gegen ein Frauenteam gewonnen haben soll, gilt das nicht automatisch als Gesetz.

https://www.gmx.net/magazine/sport/fussball/replik-olaf-thon-fussball-37147050

darüber hinwegzugehen versuchen, aber auch wenn es kein Gesetz ist, weil uns allen immer noch der Himmel auf den Kopf fallen könnte und es solche und solche Jugend- und Frauenteams gibt, so lässt sich der körperlich bedingte Leistungsunterschied bei Sportarten, in denen es stark auf Schnellkraft ankommt, nun mal nicht wegdiskutieren. Auch wenn solche Fakten „nicht mehr zeitgemäß“ sein sollen – oder besser, sie zu benennen.

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Lob der Maske

Als das Corona-Virus und COVID-19 über Deutschland hereinbrachen, zeigte sich das Land völlig unvorbereitet. Insbesondere der Staat musste einen Offenbarungseid nach dem anderen leisten: Existierende Katastrophenpläne waren nicht umgesetzt worden, es fehlte an Schutzausrüstung für das Klinikpersonal, und Masken wurden zunächst für nutzlos erklärt – wohl weil es keine vorrätig gab und die Produktion nach China verlagert worden war, das nicht mehr lieferte, weil selbst erheblich betroffen und im Lockdown befindlich[1]. Und das Meldewesen glänzte durch Vorsintflutlichkeit.

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Transgender (nicht nur) im Sport

Sowohl der internationale Schwimmverband FINA als auch der DFB beschäftigten sich jüngst mit der Zuordnung von Sportlern, die weder Mann noch Frau sind, noch sich einer der beiden Kategorien zuordnen.

Während der Schwimmverband für solche Sportler eine eigene, „offene“ Kategorie vorgesehen hat und nur dann eine Ausnahme macht, wenn eine Geschlechtsumwandlung vor der Pubertät stattfand (genauer: vor dem 12. Lebensjahr – welch eigentlich grausige Vorstellung), scheint sich der DFB für ein „anything goes“ entschieden zu haben. Die Rede ist allgemein von „Transgender“, aber damit ist wohl nicht die engere Definition gemeint, die allein auf die empfundene Identität abstellt, sondern der Begriff umfasst hier auch die Personen, die als „intersexuell“ oder „transsexuell“ gelten, als solche, die von Geburt an keinem Geschlecht zuzuordnen sind, oder solche, die eine gründliche Umwandlung auch physischer Art anstreben oder bereits hinter sich haben.

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Manchmal eben doch

Ein Beitrag für das Ökonomen-Blog „Wirtschaftliche Freiheit“ argumentiert nur wenig verhohlen in Richtung des ersten, bei EMMA erschienenen „offenen Briefs“ an Kanzler Scholz, indem er das sog. „Trade-Off-Denken“ einer „orthogonalen Positionierung“ gegenüberstellt.

„Trade-Off-Denken“, das dürfte die in den Medien (und insbesondere auch auf Twitter), und bei Union, Grünen und FDP sowie Teilen der SPD vorherrschende Sicht beschreiben, wonach es im Ukraine-Krieg einen eindeutig „Bösen“ gibt (Putin), weil Aggressor, und einen eindeutig „Guten“ (Ukraine), weil Opfer, und man letzterem unbedingt gegen ersteren zu helfen habe, mit möglichst allem, was geht – wobei das „möglichst“ auch noch zwischen „Auf ihn mit Gebrüll!“ und „Vorsicht, der hat Atomwaffen!“ changiert. Diese Einstellung wird vom Autor mit den üblichen, relativierenden Einwänden zurückgewiesen: Es seien an einem Konflikt ja immer beide Seiten irgendwie schuld, aber das dürfe man unter der Herrschaft dieses Denkens ebenso wenig noch sagen wie darauf hinweisen, dass vielleicht nicht die Kooperation mit dem Bösen, sondern vielmehr die mit dem Opfer mitursächlich für den Krieg gewesen sein könnte.

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Zwischen den Briefen

Das Schicksal der Welt kann nur von Deutschen entschieden werden. Da ist nun einmal unsere Bestimmung, wir können nicht anders. Nur wie, darin sind wir uns manchmal etwas uneins.

Nach wie vor steht die Welt vor der Situation, dass eine Atommacht ein kleines Nachbarland überfallen hat, um, wenn man den Worten des Staatsoberhaupts des Aggressors glauben kann, seiner unwürdigen und illegitimen Existenz ein Ende zu setzen – zumindest faktischer Art, indem man es seiner Fähigkeit zur Selbstverteidigung beraubt und von Marionetten regieren lässt.

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