Was zu Ziel und Mittel, Staat und Gewalt

Mal was Grundsätzliches, das den Werwohlf immer wieder beschäftigt, auch hier innerhalb einiger Beiträge. Es geht um das Verhältnis von Ziel und Mittel, und was dabei ind er Öffentlichkeit regelmäßig schief läuft.

Sowohl Politik und Medien lieben dieses Muster: Es gibt da ein bestimmtes Problem, und zu diesem Problem gibt es nur diese eine Lösung. Wer also gegen die Lösung ist, ist in Wirklichkeit ein Freund des Problems. In Wirklichkeit ist es natürlich viel komplizierter. Zu irgendeinem Problem bestehen in der Regel mehrere Lösungsansätze. Diese wiederum haben unterschiedliche Konsequenzen bei ihrer Anwendung und unterschiedliche unerwünschte Nebenwirkungen bei der Zielerreichung. Eine von Vernunft geleitete Politik würde all das diskutieren und in Erkenntnis der Nachteile einer unterstützten Lösung diese dann umsetzen. 

Die Wirklichkeit sieht anders aus. Weiterlesen

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Neues der Woche (KW 1 2018)

Eine um den Neujahrstag verkürzte Woche (dafür nutzt uns der 6.1. nichts 😦 ), aber durchaus kommentierenswert.

Allenthalben wird über die Altersfeststellung von nach eigenen Angaben minderjährigen Migranten diskutiert. Sicher, es gibt Gründe, warum Migranten keinen Pass dabei haben, aber dass diese auf einen so großen Anteil zutreffen, dürfen wir wohl bezweifeln. Halten wir einfach fest, dass es diverse Vorteile mit sich bringt, wenn man als Migrant in Deutschland unter 18 ist. Weiterlesen

Billigmoral

Die Geschichte ging durch die Medien. Ein AfD-Politiker spendete € 100 dem Diakoniewerk in seinem Wahlkreis. Dieses schickte daraufhin das Geld, das dort offensichtlich zunächst angenommen wurde, wieder zurück mit der Begründung, das Menschenbild von Diakonie und Kirche sei mit dem der AfD nicht vereinbar. Eine genaue Erläuterung, wie man zu diesem Schluss kam, erfolgte nicht.

Interessant sind auch die Reaktionen, die von der „Bild“ eingesammelt wurden. Selbst die Stimmen, die sich für das Annehmen der Spende aussprechen, lassen keinen Zweifel daran, dass sie die AfD ablehnen – mit Ausnahme der befragten AfD-Funktionäre. Man fragt sich ja, woher die Stimmen bei der letzten Wahl kamen, die diese Partei zur drittgrößten Fraktion gemacht haben. Dieses Phänomen sollte der „Bild“ eigentlich bekannt sein – deren Leser existieren ja auch nicht in freier Wildbahn. Was aber anscheinend auch nichts an der Darstellung geändert hat – nun gut, es gibt da offensichtlich Vorgaben. Weiterlesen

Der Anfang vom Ende

Sorry. Wirklich. Aber der Werwohlf ist dermaßen, ja, was, angepisst sauer, dass die überregionale Zeitung, die er nach langer Zeit mal wieder abonniert hat (online, damit sie den Briefkasten während seiner häufigen Zeiten außerhalb der Höhle nicht zumüllt), derart mit Grundsätzen umgeht, die er wohl fälschlich ehemals für journalistische hielt.

Hier ist der Artikel, um den es geht: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/poschardt-tweet-christmetten-wie-bei-gruener-jugend-15358228.html 

Die Kenntnis des vorherigen Werwohlf-Blogbeitrags wird, falls der Leser nicht schon eh weiß, worum es geht, vorausgesetzt.

Es geht schon mit der Überschrift los:

DEBATTE UM TWEET :

Wie „links-grün-versifft“ sind Weihnachtspredigten?

Der Artikel beschäftigt sich mit dem Tweet von Ulf Poschardt, den auch der Werwohlf im vorigen Beitrag schon zitierte. Wie sich unschwer erkennen lässt, taucht der Begriff „links-grün-versifft“ darin nicht auf. Warum fasst die Überschrift das also als Aussage des Tweets zusammen? Vielleicht, weil die Autorin sich eindeutig auf die Seite derer stellt, die Poschardt in Antwort-Tweets genau diese Begrifflichkeit unterschieben?

In der Folge befragt die Autorin des Beitrags die Sprecherin der „Grünen Jugend“ zu diesem Tweet. Sie beschränkt sich dabei auf die Rolle als Stichwort-Geberin, und so darf die „Grüne“ dann auch unhinterfragt in ihrem Sinn den Tweet Poschardts interpretieren. Was Poschardt selbst gemeint hat (und das geht aus seinem Tweet konkret nun wirklich nicht hervor), erfahren wir nicht. Diese Lücke scheint auch nicht zu stören, sondern eher willkommen zu sein, um der „Grüne Jugend“-Sprecherin den (gewünschten? erhofften?) Raum zur Selbstbeweihräucherung zu geben. 

Oder anders gesagt: Unter dem Denkmantel einer seriösen Zeitung bringt uns die Autorin hiermit auf den Stand, den man auch als Leser der Tweets der linken Gegner Poschardts erlangt hätte, und keinesfalls auch nur einen Deut darüber hinaus. 

Mit diesem Verständnis von Journalismus machen Zeitungen sich überflüssig.

 

Anonym?

Schon einmal schrieb der Werwohlf etwas dazu, warum er hier nicht unter dem Namen auftritt, den er im echten Leben verwendet.

Im damaligen Beitrag begründete er es nur damit, dass er keine Lust habe, von irgendwelchen „Aktivisten“, denen seine Meinung nicht passt, bei Auftraggebern verleumdet zu werden. Das stimmt zwar, ist aber nur ein Teil der Wahrheit. Weiterlesen

Postlogik

Nein, mit Postmoderne oder so einem Kram hat das nichts zu tun. Es geht einfach um – die Post. Sicher, in dieser Zeit sollte man Verständnis aufbringen für die Zusteller, auf deren Rücken die Versäumnisse der Versender ausgetragen werden. Da ist der Werwohlf auch dabei. Die Subunternehmer und die einfachen Angestellten verdienen keinen Spott. Das Management schon. Los geht’s:

Neue Initiative der Post: „Wir möchten unsere Kunden besser kennen lernen. Bitte teilen Sie uns mit, wann Sie am besten Zeit für einen Besuch in ihrer Filiale haben. Wir sorgen dann dafür, dass zu dieser Zeit geschlossen ist.“

Man bestellt Sendungen zur Packstation u.a. deswegen, damit sie dort zu jeder Tages- und Nachtzeit, an der man z.B. selbst nicht zu Hause ist und auch keine Postfiliale geöffnet hat (s.o.), abgeholt werden können. Was macht die Post, wenn eine Packstation voll ist? Sie leitet die Sendung in die nächste Postfiliale um. Aber dort bitte nicht zu früh abholen, sondern am nächsten Tag erst nach 11 Uhr. 

Und damit das alles so richtig Spaß macht, schließen wir so viele Postfilialen wie möglich.