Was zu Herrn Poggenburg und dem General Rommel

Lohnt sich das eigentlich? Warum sollte der Werwohlf hier wieder mal zu einer Berichterstattung Stellung nehmen, die sich gegen einen AfD-Politiker richtet? Noch dazu, wenn es sich bei dem ausgerechnet um Herrn Poggenburg handelt, einen rechten Scharfmacher, dessen politische Ziele mit denen des Werwohlfs kaum etwas gemein haben. 

Nein, es lohnt sich nicht. Und trotzdem: Diese Masche nervt einfach.

Also was ist passiert? Weiterlesen

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Merkel wird bleiben

Angeblich schien es eine Zeit lang so, als ob die Fraktionsgemeinschaft aus CDU und CSU zerbrechen könnte. Mit diesem Gedanken spielten sofort freudig diverse Journalisten, aber fast alle wurden dazu nur durch ihre ökonomische Ignoranz befähigt.

Als Ökonom schaut man ganz einfach auf die Interessen der beteiligten Akteure, egal wessen Interessen sie zu vertreten vorgeben. Dazu muss man nicht viel unterstellen, nur solch lapidare Dinge, wie dass sie lieber mehr als weniger Einkommen beziehen. Auch immaterielle Güter wie Ruhm und Ansehen könnte man hier nennen, aber gerade bei Politikern sollte der Wahlmechanismus dazu führen, dass kurz oder lang alle Optimierungen sich der derselben Mittel bedienen. Weiterlesen

Was zum Rest der ehemals Besten

Eins vorweg: Die Körpersprache von irgendjemandem war nicht schuld.

Man muss sich sowieso nicht länger mit zwei Arten von Deppen beschäftigen: Zum einen mit denen der AfD, die insbesondere in Mesut Özil und auch in Ilkay Gündogan den Grund des Scheiterns der deutschen Nationalmannschaft sehen, und zum anderen mit denen der üblichen Verdächtigen in der Presse, die jede Kritik an einem der beiden Spieler meinen als rassistisch denunzieren zu müssen.

Tatsache ist: Özil hat schlecht gespielt. Weiterlesen

Was zu Fußball, Frauen und Reportern

Anscheinend ist auf Claudia Neumann, ihres Zeichens Spielkommentatorin des ZDF bei der WM, eine Art Shitstorm eingeprasselt, der wiederum bei den üblichen Verdächtigen gleich dazu führte, die üblichen Verurteilungen auszusprechen: Der gemeine deutsche Fußball-Fan und seine Helfershelfer in Sportredaktionen und Werbeagenturen sind des Sexismus schuldig!

Als langjähriger Bundestrainer und Gleichstellungsbeauftragter dieses Blogs sieht sich der Werwohlf natürlich verpflichtet, die Sache aus seiner Sicht zu beleuchten.

Natürlich sind auch für ihn Fußballspiele der Männermannschaften mit einer weiblichen Kommentatorin gewöhnungsbedürftig. Weil er ein Sexist ist. Weiterlesen

Was zur Lockerheit des Alters und zu einem Fragebogen

Der Werwohlf ist mittlerweile in einem Alter, in dem man normalerweise anfängt, sich die Jugend zurück zu wünschen. Normalerweise. Wenn man aber beobachtet, welchen sozialen Zwängen sich man heutzutage als junger Mensch anscheinend zu unterwerfen hat, beginnt man, die zunehmende Narrenfreiheit des Alters schätzen zu lernen. Als junger Mensch von heute hat man vor allem eins: gut zu sein. Und das predigt nicht etwa vor allem die Kirche (die allerdings, dem Zeitgeist hinterherhechelnd, mehr und mehr auch), sondern praktisch das gesamte soziale Umfeld. Schule, Universität, Politik, Medien, lautsprecherische Gleichaltrige. Vor allem muss man aufpassen, denn man hat mit seinem Verhalten nicht die Umwelt zu schädigen, nicht sexistisch, rassistisch, homophob, islamophob oder einer sonstigen „Menschenfeindlichkeit“ verdächtig zu sein. Nun räumt der unbedarfte Beobachter (ja, ich habe ihn wirklich getroffen) ein, dass an all dem auch wirklich nicht viel Erstrebenswertes sei, und da muss ihm der Werwohlf natürlich zustimmen. Die Sache ist leider nur die, dass heutzutage schon auch die kleinsten Abweichungen von immer radikaleren post-modernen Identitätstheorien mit den oben erwähnten Verdammnissen belegt werden, geschweige denn die Kritik an diesem absolutistischen Furor.

Gleichzeitig bekommt man den Eindruck, als sei in politischen Begriffen die Inflation der 20er Jahre des letzten Jahrtausends wiedergekehrt: nur noch große Scheine. Weiterlesen

Was wir wollen

  • Die Kanzlerin begann 2015 nationalen Alleingang und verprellte alle anderen Europäer, sieht eine Abkehr davon jetzt aber einer „europäischen Lösung“ entgegenstehend.
  • Deutschland nimmt seit 2015 jeden, aber auch wirklich jeden, auf. Daraufhin folgt eine lange Prüfung, ob Asyl nach irgendeiner der zahlreichen Rechtsgrundlagen gewährt werden kann. Abschlägige Bescheide werden in der Regel, unterstützt von inländischen Helfern, in langen Verfahren vor Gericht angefochten. Sollten sie dann noch Bestand haben, wird nur ein extrem geringer Teil der Ausreisepflichtigen auch wirklich abgeschoben. Es Wer tatsächlich das Land verließ (meistens, weil er einen negativen Bescheid erhielt und sich, vielleicht auch durch eine Prämie, zur Ausreise bereit erklärte), kann jederzeit wiederkommen und die Prozedur wiederholen (ein etwaiger Verzicht auf diese Praxis gilt als „Entgegenkommen der Kanzlerin“). Weiterlesen

Nationalismus? Party!

Vorweg eins: Der Werwohlf kann diesem ganzen „Fußball-Patriotismus“ auch nichts abgewinnen. Wenn er sich ein Länderspiel anschaut, hält er zwar auch prinzipiell zum deutschen Team, aber er sieht das in Perspektive: Es handelt sich um Fußballspiele. Er freute sich, als das Team, das er seit 2006 am Bildschirm begleitete und dessen Entwicklung er verfolgte, am Ende den verdienten Lohn erhielt, er kann aber auch sehr gut damit leben, dass diesmal eine andere Mannschaft an der Reihe ist und einem anderen Land ein paar Stunden Freude schenkt. Erst recht, wenn ihm die Spielweise der „Mannschaft“ nicht gefällt und andere den erkennbar besseren Fußball zeigen. Also: Auf seinem Balkon weht keine Schwarz-Rot-Gold, die Außenspiegel seines Fahrzeugs zeigen die vom Hersteller vorgesehene Farbe, und auch sonst finden sich in seiner Wohnung keinerlei Fan-Devotionalien. Auch „Public Viewing“ schenkt er sich, aber das könnte auch was mit seiner Abneigung gegen zu viele Menschen auf einem Haufen zu tun haben. Ihn nervt auch der Hype, der alle zwei Jahre dazu künstlich angefacht wird. 

Aber es gibt eben einige, die finden das gut, die lieben es sogar. Weiterlesen