Alternativen gegen den Terror

Man kann sie ja nicht mehr hören, die Phrasen, die von der Politik nach jedem Terroranschlag neu abgesondert werden. „Unsere Gedanken sind bei…“, „feiger Anschlag…“, „ihnen wird es nicht gelingen…“ usw. Dabei ist es ihnen längst gelungen. Die Unbeschwertheit an so vielen Orten unserer Welt ist weg. Wegen ihnen. Wir brauchen heute Polizei, wo wir sie früher nicht brauchten. Und trotzdem können wir nicht sicher sein.

Aber was kann die Politik tun?

Nach Meinung des Werwohlfs gibt es nur drei Alternativen. Keine davon gefällt.

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Die Sache

„Deutsch sein heißt, eine Sache um ihrer selbst willen zu tun.“ Das sagte einst ein nicht allzu unbekannter Deutscher. Er meinte das wohl positiv. 

Der Spruch ist etwas älter, aber die rücksichtslose Konsequenz im Handeln, die auf Kollateralschäden wenig gibt, scheint eine Konstante der Deutschen zu sein. Hierzulande pflegt man nämlich nicht Meinungen zu vertreten, sondern weltrettende Ideale, und das dann auf eine Art und Weise, die keine Zweifel an ihnen zulässt und die Stimmen von Kritikern bzw. Andersdenkenden am liebsten als moralisch unzulässigen Defätismus von Agenten einer obskuren feindlichen Macht verdammt. Jeder möge hier die historischen Parallelen ziehen, die ihm passend erscheinen. Aktuell ist eines dieser Ideale der Umwelt- und/oder Gesundheitsschutz. 

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Schlimmer, wenn kein Terror

Bei Untaten wie in Barmbek oder Konstanz bemühen sich Qualitätspresse und Politik unisono darum, sie auf keinen Fall in die Nähe von islamistischem Terror zu rücken. Man kann dieses Bestreben verstehen: Die labernde Klasse des Landes versucht zu vermeiden, dass diejenigen, die mit z.T. absurden Untergangsszenarien vor dem Islam als Religion warnen, Wasser auf ihre Mühlen bekommen.

Tatsächlich wäre es wenig sinnvoll, so viel wie möglich von Zuwanderern begangene Verbrechen unter das vereinheitlichende Label des Islams zu pressen – das allerdings nicht nur aus Sicht derer, die einige Auswirkungen dieser Religion allzu gerne verharmlosen würden. Denn im Grunde müsste uns die Erkenntnis viel mehr erschüttern, dass eben weder eine Zugehörigkeit zu einem Terrornetzwerk noch die Durchdringung mit islamistischem Gedankengut zwingend erforderlich sein muss, damit aus den Reihen der Zuwanderer Verbrechen begangen werden, deren Ausmaße und Motive in unseren Breiten bisher nicht entsprechend zu verzeichnen waren. Mit der Bekämpfung von Terrorzellen und Hasspredigern wäre das importierte Gewaltproblem dann nämlich nicht mehr zu lösen, ja seine Ursachen könnten überhaupt sich staatlich verordneter Prävention weitgehend entziehen.

Ist es wirklich diese Gewissheit, auf die uns alle „Das hat nix mit nix zu tun“-Kommentatoren hinführen wollen?


Diesmal ging’s schnell

Da räsoniert der Werwohlf eben noch über einen vermeintlichen Fehler der FDP, und schon kurz darauf verändert eine schabowskieske Stellungnahme der Bundeskanzlerin alles. Nachdem alle potenziellen Koalitionspartner der Union die Einführung der “Ehe für alle” zur zwingenden Voraussetzung für ein etwaiges Bündnis nach der Bundestagswahl erklärten, nutzte Merkel die nächstbeste Gelegenheit (beim Gang zur Toilette sind leider nie Journalisten dabei…), um den Weg dafür frei zu machen – in ihrer unnachahmlichen, eigene Festlegungen weitestgehend vermeidenden Art.

Ginge es ihr um Inhalte, hätte sie damit bis nach der Wahl gewartet, um vom künftigen Partner etwas dafür zu bekommen, was der nicht so prickelnd findet. Aber es geht ihr nur um maximale Wählbarkeit  – warum und wozu soll sich dann im Lauf der Regierungszeit so nach und nach ergeben und ist wahrscheinlich schon jetzt bei den Parteien zu finden, die Programme für so ungeheuer wichtig halten, dass sie möglichst viel davon umsetzen wollen. Wie jetzt zum Beispiel wieder einmal die Sozis, wobei das Bild vom verwandelten Elfmeter nicht so treffend ist – die konnten eher nicht schnell genug ausweichen und wurden quasi angeschossen.

“Konservativ” ist an der Merkel-CDU nichts mehr. Aus ihrer Sicht ist das die logische Konsequenz aus dem Beinahe-Scheitern 2005. Wer fürsorgliche, sozialdemokratische Politik will, ohne dass vielleicht die SED mitregiert, kann also beruhigt die Union wählen. Die einzige Gefahr für sie besteht in einer neuen Konkurrenz rechts der Mitte, aber bislang war in Deutschland noch stets Verlass darauf, dass dabei nach einiger Zeit ein Mob aus radikalisierten Frustrierten und selbstverliebten, sich an ihrer Nähe zu Tabuisiertem selbst berauschenden Intellektuellen das Ruder übernahm und eine solche Partei endlich zu dem machten, als was das Dauerfeuer der Leitmedien sie von Anfang an darstellte.

“Sie kennen mich!” Wenn sie dann auch noch immer das machte, was sie früher mal ankündigte, wäre es ja langweilig,


Vom Nutzen der Fake News

„Fake News“ sind seit ein paar Tagen eins der Themen, die das Netz bewegen. Da vermischen sich Spionagethemen mit simplen Erfindungen Einzelner, und irgendwie sind sich alle einig, dass man das alles nicht will. Einer Politikerin, der man eh jeden Unsinn zutraut, wird ein aus Sicht ihrer Kritiker allzu passendes Zitat untergeschoben, das sie dann endgültig diskreditieren könnte – nur: Es stimmt nicht. Frei erfunden.

Verständlich, dass die erwähnte Dame sowas nicht will. Den Rest des Beitrags lesen »


Kleiner Ausflug in die Pathologie

Also der Mensch, der sich hier an der Tastatur in einen Werwohlf verwandelt, ist ja auch bei Xing. Es gibt nun mal einige Kontakte, die leider nicht bei LinkedIn aktiv sind, dem Netzwerk, das von ihm bevorzugt wird, schon allein wegen der internationaleren Klientel. Der Nutzen der Xing-Mitgliedschaft ist überschaubar. Man wird an Geburtstage einiger Kontakte erinnert, und manch einer, den man bislang aus den Augen verlor, findet einen dort wieder – erst recht, wenn man auf Facebook nicht anzutreffen ist.

Mit Erstaunen hat er bislang zur Kenntnis genommen, wie aktiv einige Leute in diesen Netzwerken sind. Den Rest des Beitrags lesen »


Unsinnige Phrasen (Teil I)

„Wenn Sie sowas abpfeifen, haben wir in einem Spiel 30 Elfmeter!“

Die jeweils genannte Zahl variiert natürlich, aber man kann die Uhr danach stellen, dass irgendein Fußballexperte, ziemlich sicher ehemalige Spieler („Ja gut, äh…“), diese Phrase anbringt, wenn jemand darauf besteht, dass Fouls im Strafraum nicht anders geahndet werden als außerhalb. Unsinn ist sie natürlich deshalb, weil sie nicht berücksichtigt, dass Spieler sich an die Regelauslegung des Schiedsrichters anpassen. Höhere Weihen bekommt dieser Unsinn regelmäßig in der Politik, wo bei diversen Forderungen, besonders im Bereich der Besteuerung, auch immer vorausgesetzt wird, die betroffenen Bürger oder Unternehmen seien nicht in der Lage, ihr Verhalten auf die neue Regelung abzustimmen.

Fast genau so beliebt und in der Zielrichtung ähnlich ist der Spruch „Das war kein elfmeterwürdiges Foul!“. Den Rest des Beitrags lesen »