Archiv der Kategorie: In eigener Sache

Wunschbild Arbeitnehmer?

Es gibt übrigens noch einen Grund , warum der Werwohlf nicht auf irgendwelche Denkzettel setzt, sondern für die von ihm gewählten Partei auf Regierungsbeteiligung hofft. Hier

„Es wird höchste Zeit, Betriebs- und Arbeitnehmerbegriff neu zu definieren – und hier sind sowohl Politik als auch die Sozialpartner in der Pflicht“, sagt Kerstin Jürgens. Die Kasseler Soziologin hat zwei Jahre lang eine Kommission zur Zukunft der Arbeit geleitet. Die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung hatte sie berufen, um sich mit rund 30 anderen Wissenschaftlern, Ministerialen, Gewerkschaftlern und Arbeitgebervertretern einen Reim auf die Veränderungen zu machen.

Das Fazit der Wissenschaftler fasst Jürgens so zusammen: „In Zukunft darf es keine Arbeit mehr ohne soziale Absicherung geben. Das werden wir uns nicht mehr leisten können.“ Man könne zum Beispiel jeden als Arbeitnehmer begreifen und behandeln, der an der Wertschöpfung beteiligt ist – das wäre aus Sicht der Wissenschaftlerin eine Möglichkeit, etwas in der digitalen Arbeitswelt zu verbinden, das bislang voneinander gelöst ist: Verantwortung und Freiheit.

Hier wird es mit großen Worten verkleidet, was ganz einfach ist: Jeder, der für ein Unternehmen eine Leistung erbringt, soll zum Arbeitnehmer werden. 

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Warum anonym?

Neulich auf Twitter hatte ich eine kleine Auseinandersetzung mit einer PR-Pappnase, der mich als “feige” beschimpfte, weil ich im Netz als “Werwohlf” auftrete. Mal ganz abgesehen davon, dass er auch nicht wissen könnte, ob eine beliebige Kombination aus Vor- und Nachnamen einer realen Person zuzuordnen ist, und auch mal abgesehen davon, dass ich mich trotz des Pseudonyms bemühe, normale Umgangsformen zu wahren, und zuletzt auch völlig abgesehen davon, dass ich nicht dazu neige, Rechtswidriges von mir zu geben – heute erschien auf “Welt Online” ein Artikel, der die Berechtigung meines Vorgehens untermauert:

AfD beklagt “latente Berufsverbote” für Mitglieder

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Frohe Weihnachten!

Liebe Leser dieses Blogs – ja, euch beide, euch meine ich -, 

die Weihnachtsfeiertage stehen kurz bevor, und vernünftigerweise verbringt ihr diese Zeit nicht vor dem Rechner, sondern im Kreis eurer Liebsten. Oder ihr fahrt irgendwo hin, wo ihr euch entspannt, ohne online zu gehen. Oder, um es ebenso kurz wie ehrlich zu sagen: Ihr nutzt nicht mehr eure Büros, um hier irgendwas mehr oder weniger Sinnvolles zu lesen. 

Das ist auch gut so.

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Deutsch sein, was ist das für Sie ganz persönlich?

Auf „Tichys Einblick“ gibt es jetzt, nachdem in Talkshows lange darum herum geredet wurde, einmal ein Forum für die Frage: „Deutsch sein, was ist das für Sie ganz persönlich?“ Der Werwohlf wird allerdings nicht dort mitmachen, sondern, wie sich das im Web gehört, auf dem eigenen Blog dazu seinen Senf absondern. Da es mal um etwas Persönliches geht, sogar ausnahmsweise in der „Ich“-Form.

Auch wenn ich keine große Begeisterung für einen deutschen Nationalstaat zu entwickeln vermag (diesen allerdings auch nicht ablehne), eins kann ich nicht leugnen: Ich bin ein Deutscher. 

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IS? Werte? Israel!

Es passiert nicht oft, aber dieses Mal muss der Werwohlf sich selbst in die Parade fahren. Denn er hat in seinem Beitrag einen ganz wesentlichen Punkt außer Acht gelassen: Israel. 

Eigentlich unverzeihlich. Gab es doch genug Hinweise, dass der Tatort Bataclan aus antisemitischen Gründen auserwählt wurde. Im Grunde machte er damit sich zum Komplizen der Deppen, die Hamas und „Islamischer Dschihad“ allein wegen ihre Ablehnung der Morde von Paris nicht als Terrororganisationen bezeichneten, sondern zu reinen „Palästinensergruppen“ adelten. 

Deswegen: Vergessen wir den IS. Der eigentliche Lackmustest für Integration und alles andere ist die Einstellung zu Israel. Wer sich nicht eindeutig zur Existenz des jüdischen Staates bekennt, kann niemals Teil der demokratischen Gesellschaft in Deutschland werden. Flüchtling hin, Flüchtling her. Mehr als möglichst kurze Duldung solcher Leute darf nie das Ziel eines deutschen Staates sein, der aus den Verbrechen seines Vorgängers gelernt hat. 

Und nein, darüber ist keine Diskussion möglich.

Mit großem Dank an den Kommentator „Nachdenken_schmerzt_nicht“.

Die drei Prinzipien

Es gibt für den Werwohlf genau drei politische Prinzipien, die jede Partei erfüllen muss, zu der er sich bekennt. 

  1. Marktwirtschaft
  2. Europäische Gemeinschaft
  3. Westbindung

Vielleicht hätte der eine oder die andere erwartet, dass an dieser Stelle Begriffe stehen wie „Freiheit“, „Gerechtigkeit“, „Solidarität“, „Frieden“ oder was es der hehren Gedanken noch so gibt. Aber die sind ohne konkrete politische Gestaltung viel zu beliebig und manipulativ, als dass sie Klarheit geben könnten über einen Standpunkt. Aus werwöhlfischer Sicht sind daher die drei genannten Prinzipen die essentiellen Knackpunkte, deren Realisierung unumgänglich ist, um in der Art Staat und Gesellschaft zu leben, wie er sie sich vorstellt. 

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Die eindeutige Gewinnerin

Seit 2013 bin ich Mitglied der AfD, mit einer mittleren vierstelligen Mitgliedsnummer. Vorher war ich aus der FDP ausgetreten, nachdem diese mit Beschlüssen zur Euro-Rettung und zum Mindestlohn zwei aus meiner Sicht inakzeptable Entscheidungen getroffen hatte. Die damals bekannten wenigen Programmpunkte fanden meine Zustimmung (Auflösung des Euroraums, Rückverlagerung von Kompetenzen in die Nationalstaaten, großzügigere Asylpolitik, aber geregelte Einwanderung, sowie eine Steuerreform nach dem Muster Paul Kirchhofs).

Dass die neue Partei von den üblichen Schreihälsen gleich in die ganz rechte Ecke gestellt wurde, konnte man erwarten. Um so absurder waren die Klimmzüge in den letzten Tagen, denn wenn schon Lucke extrem rechts gewesen sein soll, müssten seine innerparteilichen Gegner ja definitiv mindestens Nazis sein, wenn nicht noch schlimmer, also vielleicht gar Neonazis. Jetzt behilft man sich mit der Sprachregelung, Lucke habe die extremen Rechten eben toleriert, um Mehrheiten zu gewinnen, und jetzt hätten sie sich seiner eben entledigt. Auch an diesem Bild ist allerdings einiges schief, z.B. dass man vielleicht die Protestwähler von rechts gerne mitgenommen hat, sie aber zumindest unter der Ägide Luckes und seiner Mitstreiter nicht in der Partei haben wollte. Schon aus reinem Selbsterhaltungstrieb, denn aus schier unerfindlichen Gründen treten Rechtsextreme in alle rechts von der CDU neu gegründeten Parteien ein, um diese durch Übernahme in die Bedeutungslosigkeit zu führen. 

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Ankündigung einer Serie von Beiträgen

Noch ist nicht ganz klar, wieviel Zeit berufliche Verpflichtungen diesem Vorhaben lassen werden, aber im Prinzip ist eine Beitragsserie geplant, die sich mit Folgendem befasst:

Einem Menschen, der so wie der Blogautor, etwas älteren Datums ist, fallen bei genauem Hinsehen in der öffentlichen Diskussion dominierende Konzepte, Herangehens- und Sichtweisen auf, die es diese Stellung noch vor z.B. 20 Jahren nicht inne hatten. Und dabei handelt es sich samt und sonders um Aspekte, die aus dem linken Spektrum stammen. Diese sollen in der Serie nach und nach thematisiert werden.

Hierbei handelt es sich um ein offenes Projekt. Es ist in Umfang und Breite nicht festgelegt. Einmal erschienene Beiträge können auch nachträglich noch erweitert oder umgeschrieben werden (allerdings in transparenter Art und Weise). Und es können jederzeit neue Punkte dazu kommen.

Nach aktuellem Stand umfasst die Serie diese Themen:

  • Kollektivismus (keine Individuen, nur Gruppen)
  • Uniformierung (alles muss im Kleinen so aussehen, wie es im Großen sein soll)
  • Eschatologie (gegen die aktuelle, unvollkommene Welt)
  • Materialismus (im Marxschen Sinn: nur „Unterbau“ ist relevant)
  • Begriffsinflationierung („Rassismus“, „Hetze“, „-phobie“)
  • Kampf gegen Rechts (Exkulpierung bestimmter Gewalt, Ächtung bestimmter Meinungen)