Was aus den Medien – Ausgabe 2

Schulnoten

Werwöhlfe können leider keine Kinder kriegen, und so mag man es diesem hier verzeihen, nicht mehr so auf dem aktuellen Stand deutschen Schulwesens zu sein. Aber die Mitteilung, dass Noten nicht mehr objektive Leistung, sondern wohl nur noch subjektive Anstrengung abbilden sollen, hat ihn dann schon noch überrascht. Jedenfalls ist das der Schluss, den er aus diesem Artikel in FAZ.net ziehen muss: “ DYSKALKULIE:
Mehr als bloß schlecht in Mathe“.

In diesem Artikel wird außerordentlich bedauert, dass eine genetisch bedingte Rechenstörung nicht so wie eine angeborene Lese-Rechtschreib-Schwäche in den Noten „berücksichtigt“ wird, was wohl heißt, dass die Diagnose zu einer anderen Beurteilung der Leistung führen soll. Letztlich läuft das auf eine Entwertung der Schulnoten als Basis der Beurteilung durch Dritte hinaus. Naiverweise setzen nämlich manche Ewiggestrige da draußen Noten mit der Beherrschung von Fähigkeiten gleich und nicht damit, dass der Betreffende sich eben sehr angestrengt, es aber dann aufgrund seiner Behinderung leider doch nicht geschafft hat. Ist das die beabsichtigte Wirkung? Natürlich ist es didaktisch schlecht, Schüler mit angeborenen Defiziten diese immer wieder vor Augen zu führen, aber das wird nicht dadurch geheilt, dass man ein falsches Bild ihrer Fähigkeiten erzeugt.

Das Ansehen von Ländern

FAZ.net meint, es könne dem Ansehen Schweden schaden, dass die als „rechtspopulistisch“ eingestuften „Schwedendemokraten“ wachsenden Einfluss auf das Land haben.

Der Werwohlf fragt sich: in welchen anderen Ländern eigentlich? In Frankreich (Le Pen)? Im Vereinigten Königreich (Brexit)? In Deutschland (AfD)? In den USA (Trump)?

Politische Feinde

Der Mann, den Friedrich Merz gerne als künftigen Generalsekretär der CDU sehen würde, hat sich zur AfD geäußert.

„Wir haben fundamentale politische Gegensätze mit den Linken“, sagte er dem „Spiegel“, „die AfD ist unser politischer Feind“. Eine Gleichsetzung beider Parteien „würde die AfD verharmlosen“.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article235322364/Mario-Czaja-bezeichnet-die-AfD-als-politischen-Feind-der-CDU.html

Die Frage ist: Was kümmert es diesen CDUler, ob man diese beiden Parteien der Rander „gleichsetzt“? Müsste es ihm nicht genug sein, mit beiden nichts zu tun haben zu wollen? Da könnten sich über die Unterschiede dann andere Leute Gedanken machen, für die Union sollten sie egal sein. Aber die Nachtigall trappst hörbar:

Im Grundsatz verteidigte Czaja zwar den Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU, der „Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit“ mit AfD und Linken untersagt. Dieser sei „auf Landes- und Bundesebene“ etwa wegen der Differenzen in der Außen- und Sicherheitspolitik „richtig und unverändert notwendig“, so Czaja. Auf kommunaler Ebene spielten diese aber häufig keine Rolle. „Da geht es oft um unbürokratische und ganz praktische Lösungen für konkrete Probleme in Kiezen und Ortsteilen.“

ttps://www.welt.de/politik/deutschland/article235322364/Mario-Czaja-bezeichnet-die-AfD-als-politischen-Feind-der-CDU.html

Will sagen: Ich möchte kommunal mit der Mauermörderpartei koalieren können, mit der AfD aber nicht. Warum die AfD im Gegensatz zur „Linken“ im Einzelfall nicht für „unbürokratische und ganz praktische Lösungen für konkrete Probleme in Kiezen und Ortsteilen“ geeignet sein soll, sagt Herr Czaja leider nicht. Aber vermutlich kommt es ganz auf die Art der „praktischen Lösungen“ an.

Platz für Senf.

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