Nochmal was zu postmodernen Linken

In der taz, die durch einen fragwürdigen Beitrag einer ihrer Autorix[1] in die Schlagzeilen kam, erschien jetzt ein Beitrag, der eben das beleuchtet, was der Werwohlf gerade behandelte. Quasi als „Frontbericht“, und daher um so wertvoller lesbar.

Interessant ist hier vor allem diese Passage, die wiederum das gesamte Konstrukt in Frage stellt:

Und deswegen „darf“ eine PoC-Autorin wie Hengameh Yaghoobifarah in den Augen intersektional Denkender auch „alles“, wie es hieß. Wer ihr das abspricht – und etwa an der Kolumne herummäkelt –, ist kein guter „ally“, Verbündeter der Diskriminierten, sondern verteidigt seine Privilegien. Und wer ihr das abspricht und selber PoC ist, ist in dieser Lesart ein „token“, also von Weißen manipuliert.

Das heißt: Die Zugehörigkeit zur Gruppe allein verleiht dir noch keine Autorität. Die wächst dir erst dann zu, wenn du dich so verhältst, wie wir aufgeklärten Mitglieder der Gruppe es als angemessen definieren.

Raum für Abweichung, für Individualität: gleich Null. Konformes Denken und Handeln ist gefragt, und es gibt Menschen, die dafür anderen Vorgaben machen.

Machtverhältnisse sind eben doch nicht verkehrt, wenn sie in den Kram passen.

[1] Die entsprechende Person bezeichnet sich als binär und empört sich gegen Anreden als Mann oder Frau. Der Werwohlf sucht deswegen Zuflucht beim bekannten Vorschlag von Lann Hornscheidt.

Platz für Senf.

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