Blogroll aufgeräumt

Ja, Blogs sind sowas von Nullerjahre, sowas von Prä-Facebook und Prä-Twitter[1], aber der Werwohlf als alter und zu großen Teilen konservativer Sack kann sich von alten Gewohnheiten eben schlecht trennen, und so pflegt er weiterhin eine Blogroll.

Aus der sind jetzt einige Sites verschwunden und neue hinzugekommen. Eine Site ist nicht mehr sichtbar, weil dort schon seit langem nichts mehr veröffentlicht wurde. Bedauerlich.

Äußerst bedauerlich, aber absehbar, ist der Wegfall von „Zettels Raum“. Der Anspruch, die Fackel des ursprünglichen Autors weiter zu tragen, war vielleicht von Anfang an viel zu hoch. Jedenfalls haben sich inzwischen interessante Autoren aus dem Blog verabschiedet und das verbliebene Angebot hat für den Werwohlf leider nicht mehr den Reiz von früher.

Ähnliches gilt auch für „Achse des Guten“. Die ist von „Tichys Einblick“ kaum noch zu unterscheiden. Der Esprit der Anfangszeit scheint ihr abhanden gekommen zu sein, und so liest der Werwohlf dort kaum noch.

Neu dabei ist aber, aus demselben „Lager“, „Publico“, die Website von Alexander Wendt. Der Autor teilt zwar das Schicksal vieler Personen aus dem eher konservativen Spektrum, dass der Werwohlf ihm gegenüber aufgrund der für ihn unverständlichen Positionierung zu den Anti-Corona-Maßnahmen eine gewisse Entfremdung konstatieren muss, aber im Aufspießen linker Kommunikationsstrategien ist Alexander Wendt für den Werwohlf die Nummer 1.

Und neu ist auch die Website des Journalisten Thomas Wiegold. Wiegold ist ein ausgewiesener Experte für Verteidigungspolitik und Bundeswehr und betreibt eine zu diesem Thema äußerst informative Website, die noch die guten, alten Grundsätze eines Hanns Joachim Friedrichs hoch hält. In den Kommentaren äußert sich zudem mancher Insider. Flamewars und ideologische Gefechte werden vom Blogbetreiber geahndet und neutralisiert. Also wenn jemand mal Geld für das Lesen einer Website spenden will, sollte er mit dieser anfangen. Oder sie wenigstens in der Reihenfolge sehr hoch positionieren. Der Werwohlf tut es.

Was haben wir noch? Ja, „Marginal Revolution“. Vor allem lesenswert wegen Tyler Cowen. Der ist ein Star unter den bloggenden Ökonomen, und womöglich weiß er das auch ein Stück zu sehr, aber der Werwohlf kennt keine andere von Ökonomen betriebene Website, die einem so viele Denkanstöße zu den unterschiedlichsten Themen liefert.

Okay, die betreffenden Blogs wird es nicht tangieren, aber der Betreiber hier zieht sein Ding eben durch 😉

 

[1] Dass die große Freiheit des Internet mal dazu führen würde, dass sich die Nutzer in Scharen Monopolisten an den Hals werfen, hätte sich damals auch keiner vorstellen können…

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