Wie studieren?

Auf FAZ.net erschien jetzt sowas wie ein Ratgeber für ein Studenten: „Wie studiere ich richtig?“

Mögen die beiden Leser dieses Blogs sich diesen Text gerne zu Gemüte führen, aber er bietet dem Werwohlf Anlass, sich an damals™ zu erinnern. Wie war es bei ihm, und was könnte er neuen Studenten mit auf den Weg geben (wenn denn einer auf dieses obskure Blog stoßen sollte)? 

Nun, zunächst ist ganz wichtig: Man muss das Fach lieben, das man studiert. Irgendwie. Der Werwohlf gibt zu, dass er nach drei Semestern gerne etwas anderes studiert hätte, aber die Ergebnisse der Vordiplom-Prüfung hielten ihn dann doch bei der Stange. Dennoch: Dürfte er neu anfangen, würde es ein anderes Fach (nicht zwingend das von damals) und eine andere Uni. Aber wer sein Fach liebt, interessiert sich auch dafür, und das, was einen interessiert, behält man lange an der richtigen Stelle griffbereit im Gedächtnis. 

Wenn man denn seinen Studiengang gefunden hat, gilt es schnell, A-Themen von B-Themen zu unterscheiden. A-Themen sind die, deren Inhalt man vor allem und nur verstehen muss. Sie bieten einen logischen Zugang und ein übersichtliches Set an Methoden, und wenn man beides richtig kombiniert, kommt man sehr weit. B-Themen sind die, die sich dem Studenten logisch nicht erschließen – er kapituliert vor Geschwalle und Axiomen und ahnt: Hier hilft nur Auswendiglernen. Für das spätere Leben qualifizieren allein die A-Themen. Sollten Sie in Ihrem Studiengang zu wenig davon erkennen, ist es Zeit, sich umzuorientieren. 

In jedem Fall ist zu raten, sich vor Prüfungen vor allem zu entspannen. Wer sich während der Semester nicht eine gewaltige Mühe gab, vom Stoff nicht behelligt zu werden, wird in den Prüfungen unweigerlich mit Bekanntem konfrontiert. Einiges wird auf jeden Fall hängen geblieben sein, und wer Dinge einigermaßen begreifen kann, hat die A-Themen so gut wie in der Tasche. Hektisches Anlernen vor der Prüfung bringt nichts. Höchstwahrscheinlich wird die Aufnahme des Stoffs durch die Hektik sogar verhindert. Zugang zu den tiefsten Kammern seines Hirns erlangt man aber nur, wenn man entspannt ist und sich wohl fühlt. 

Also zusammengefasst: Besucht die Vorlesungen, lest Bücher (auch die, die vom Prof nicht angegeben wurden, aber verführerisch in der Bibliothek stehen), begreift und habt ansonsten Spaß. Mit diesem Rezept ist ein gutes Abschneiden viel wahrscheinlicher. Und wenn es nicht geklappt haben sollte: Diese Tipps haben einen Nutzen an sich, so dass die Vorprüfungszeit nicht als verlorene empfunden werden muss. Man lernte dennoch viel, und man hatte eine Zeit, die so gut war, wie man sie nach Eintritt ins Berufsleben wohl nie wieder haben wird.

Genießt es, und jammert nicht!

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