Was zur geplanten Übernahme von Unitymedia durch Vodafone

Es zeichnet sich ab, dass Vodafone, schon jetzt durch die Akquisition von „Kabel Deutschland“ der größte Anbieter von TV-Kabelanschlüssen und den damit verbundenen Daten- und Telefoniediensten in Deutschland, auch noch den einzig verbliebenen größeren Anbieter Unitymedia übernehmen will. Als damals das Netz der Bundespost privatisiert wurde, legte man noch Wert darauf, die deutschen TV-Kabelanschlüsse nicht komplett in eine Hand zu geben, sondern regional unterschiedlich zu vergeben. Aber dem Gott der Größenvorteile wurde auch hier über Jahre hinweg gehuldigt, und so schuf eine Reihe von Übernahmen dann wohl letztendlich auch wieder *den* Kabelanbieter in Deutschland, und zwar mit Namen Vodafone.

Der Werwohlf ist Kunde von Unitymedia, weil er früher mal mit Kabel BW einen Vertrag abschloss, dieses Unternehmen aber von Unitymedia übernommen wurde. Geändert hat sich dadurch für ihn nicht viel, außer neuen Logos, neuen Web-Oberflächen und neuen, mit dem Rest der Unitymedia-Welt vereinheitlichten Tarif-Angeboten. Und ständigen Neubelegungen der Kanäle… Er war auch mal Kunde von Vodafone und kann aus dieser Erfahrung leider nichts Positives vermelden. Aber das könnte ihm bei vergleichbaren Problemen mit anderen Anbietern genau so ergangen sein, mit der mittlerweile wohl als rühmlich zu betrachtenden Ausnahme der Telekom, bei der man zwar mehr zahlt, aber auch eine höhere Wahrscheinlichkeit hat, nach den ersten Hürden auf Leute zu treffen, die Ahnung haben. 

Durch die Übernahme wird sich für die Unitymedia-Kunden wohl eher nicht viel ändern. Sie tauschen den einen Monopolisten (nur bezogen auf das Kabelnetz) durch den anderen ein. Bisher konnte man, wenn man mit dem Angebot des lokalen Anbieters nicht zufrieden war, immerhin noch das Bundesland wechseln. Das fällt jetzt weitgehend weg, wurde als solches aber wohl auch so gut wie nie praktiziert – eigentlich nie, aber man soll ja nie nie sagen. Im Grunde tauscht man also die reine Rechungsadresse durch die andere. Ob Vodafone-Service besser oder schlechter ist als Unitymedia-Service, wird sich zeigen. „Gleich“ wäre wohl schon als Erfolg zu werten. 

Wohl dem, der zu Hause zwischen Angeboten riesiger Bandbreiten auf verschiedenen Wegen wählen kann. Wenn der Werwohlf aber die Wahl hätte zwischen Vodafone und Telekom, würde er immer Telekom nehmen. Einfach aus seiner Erfahrung heraus. Also wer weiß, vielleicht beschert die Übernahme dem rosa Riesen aus Bonn unerwartet viele neue Kunden…

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