Schluss mit der Heuchelei!

„Kein Mensch ist illegal“! „White privilege“! Kolonialismus! „Jeder Mensch ist gleich viel wert“! 

Aus diesen Imperativen – und womöglich hat der Werwohlf einige vergessen – wird heute von angeblich moralisch denkenden Menschen gefolgert, man müsse Einwanderung unbegrenzt zulassen. „Angeblich moralisch denkend“, weil diese Leute natürlich völlig inkonsequent auf halber Strecke Halt machen und somit ihre eigene Position komplett entwerten.

Erst, wenn eine arme Seele Fuß auf deutschen Boden gesetzt hat, sollen ihr die Leistungen unseres Sozialsystems teilhaftig werden[1]? Was für eine Sakralisierung des doitschen Staates wäre das denn? Und schlimmer: Was für ein ekelhafter Sozialdarwinismus! Die sollen erstmal das Risiko einer lebensgefährlichen Reise über das Meer auf sich nehmen? Oder erst durch zig sie nicht willkommen heißende Staaten zu Fuß fliehen müssen, dabei Stacheldrahtzäune überwindend? Dass solche Forderungen heute noch in Deutschland erhoben werden, ist unglaublich. Zumal bekanntermaßen die wirklich Armen nie und nimmer das Geld für ihre Flucht aufbringen können, weil es ohne Profis auf diesem Gebiet nun einmal nicht geht. Das Wohl und Wehe eines Menschen kann doch nicht davon abhängen, ob er den beschwerlichen und riskanten Weg nach Deutschland auf sich zu nehmen bereit und in der Lage ist! 

Aber es gibt eine einfache Lösung. Anrecht auf Leistungen nach den deutschen Sozialgesetzen müssen alle Menschen haben, gleich, wo sie sich aufhalten. Nur das würde auch sicherstellen, dass die Flucht vor Krieg und Fassbomben kein Privileg der Reichen mehr ist, und dass auch die vom westlichen Kolonialismus Ausgebeuteten und vom in Deutschland verursachten Klimawandel Vertriebenen ungeachtet ihres Geldbeutels die Solidarität erfahren, die sie als Mitmenschen verdienen. Hat der Werwohlf da eben etwa „Überforderung“ gehört? Das ist menschenverachtend. Eine Obergrenze kann es nicht geben, da sind sich doch alle Menschen einig, die auch nur Ansätze von Empathie besitzen. Oder soll etwa vorher durch den oben beschriebenen „Fluchtparcours“ selektiert werden? Muss an dieser Stelle etwa Auschwitz noch in Erinnerung gerufen werden, damit Ihnen klar ist, was Sie eingebildeter Pseudo-Gutmensch da vielleicht bisher vertreten?

Also, so übel beleumundet das ALG II (vulgo: „Hartz IV“) auch ist: Es sollte allen Menschen zur Verfügung stehen. Natürlich nur bei Erfüllung der geltenden Bedingungen. Welche Partei tritt nun an, der bisherigen Heuchelei ein Ende zu bereiten und endlich ein menschliches Antlitz zu zeigen?

[1] Über Einwanderer, die hier Arbeit finden, brauchen wir nicht zu diskutieren. Die würden auch bei menschenverachtenden Einwanderungsgesetzen aufgenommen werden, weil sie den Kapitalisten in die Hände spielen.

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