Der Anfang vom Ende

Sorry. Wirklich. Aber der Werwohlf ist dermaßen, ja, was, angepisst sauer, dass die überregionale Zeitung, die er nach langer Zeit mal wieder abonniert hat (online, damit sie den Briefkasten während seiner häufigen Zeiten außerhalb der Höhle nicht zumüllt), derart mit Grundsätzen umgeht, die er wohl fälschlich ehemals für journalistische hielt.

Hier ist der Artikel, um den es geht: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/poschardt-tweet-christmetten-wie-bei-gruener-jugend-15358228.html 

Die Kenntnis des vorherigen Werwohlf-Blogbeitrags wird, falls der Leser nicht schon eh weiß, worum es geht, vorausgesetzt.

Es geht schon mit der Überschrift los:

DEBATTE UM TWEET :

Wie „links-grün-versifft“ sind Weihnachtspredigten?

Der Artikel beschäftigt sich mit dem Tweet von Ulf Poschardt, den auch der Werwohlf im vorigen Beitrag schon zitierte. Wie sich unschwer erkennen lässt, taucht der Begriff „links-grün-versifft“ darin nicht auf. Warum fasst die Überschrift das also als Aussage des Tweets zusammen? Vielleicht, weil die Autorin sich eindeutig auf die Seite derer stellt, die Poschardt in Antwort-Tweets genau diese Begrifflichkeit unterschieben?

In der Folge befragt die Autorin des Beitrags die Sprecherin der „Grünen Jugend“ zu diesem Tweet. Sie beschränkt sich dabei auf die Rolle als Stichwort-Geberin, und so darf die „Grüne“ dann auch unhinterfragt in ihrem Sinn den Tweet Poschardts interpretieren. Was Poschardt selbst gemeint hat (und das geht aus seinem Tweet konkret nun wirklich nicht hervor), erfahren wir nicht. Diese Lücke scheint auch nicht zu stören, sondern eher willkommen zu sein, um der „Grüne Jugend“-Sprecherin den (gewünschten? erhofften?) Raum zur Selbstbeweihräucherung zu geben. 

Oder anders gesagt: Unter dem Denkmantel einer seriösen Zeitung bringt uns die Autorin hiermit auf den Stand, den man auch als Leser der Tweets der linken Gegner Poschardts erlangt hätte, und keinesfalls auch nur einen Deut darüber hinaus. 

Mit diesem Verständnis von Journalismus machen Zeitungen sich überflüssig.

 

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Ein Gedanke zu “Der Anfang vom Ende

  1. Für mich immer wieder erstaunlich ist das Faktum, wie nah dier heheren Streiter für eine bessere Welt bei denen sind die sie meinen zu bekämpfen. – Ohne es zu bemerken.

    Die konstruierten Feindbilder sind dabei der Spiegel der eigenen Seele und ihrer Abgründe. – Ohne es zu bemerken.

    Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Platz für Senf.

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