Schlimmer, wenn kein Terror

Bei Untaten wie in Barmbek oder Konstanz bemühen sich Qualitätspresse und Politik unisono darum, sie auf keinen Fall in die Nähe von islamistischem Terror zu rücken. Man kann dieses Bestreben verstehen: Die labernde Klasse des Landes versucht zu vermeiden, dass diejenigen, die mit z.T. absurden Untergangsszenarien vor dem Islam als Religion warnen, Wasser auf ihre Mühlen bekommen.

Tatsächlich wäre es wenig sinnvoll, so viel wie möglich von Zuwanderern begangene Verbrechen unter das vereinheitlichende Label des Islams zu pressen – das allerdings nicht nur aus Sicht derer, die einige Auswirkungen dieser Religion allzu gerne verharmlosen würden. Denn im Grunde müsste uns die Erkenntnis viel mehr erschüttern, dass eben weder eine Zugehörigkeit zu einem Terrornetzwerk noch die Durchdringung mit islamistischem Gedankengut zwingend erforderlich sein muss, damit aus den Reihen der Zuwanderer Verbrechen begangen werden, deren Ausmaße und Motive in unseren Breiten bisher nicht entsprechend zu verzeichnen waren. Mit der Bekämpfung von Terrorzellen und Hasspredigern wäre das importierte Gewaltproblem dann nämlich nicht mehr zu lösen, ja seine Ursachen könnten überhaupt sich staatlich verordneter Prävention weitgehend entziehen.

Ist es wirklich diese Gewissheit, auf die uns alle „Das hat nix mit nix zu tun“-Kommentatoren hinführen wollen?

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