Was zu Prioritäten

Die Kölner Polizei verwendet in einem Tweet „Nafris“, und plötzlich sind all jene empört, die sich noch vor einem Jahr in Schweigen hüllten.

Die Verwendung eines nicht allzu korrekten Begriffes wiegt für diese Leute anscheinend schwerer als der tatsächlich an Frauen begangene Missbrauch. Warum, fragt sich da jeder verstandesbegabte Mensch. Dafür gibt es mehrere Erklärungen, die sich durchaus ergänzen können. Zum einen wird die Gruppe der Kritiker repräsentiert durch das, was der Werwohlf fortan die „labernde Klasse“ nennen wird. Diese umfasst Menschen, die sich darum bemühen, mit Äußerungen Aufmerksamkeit zu erzeugen, weil das die einzige Währung ist, die in der „Peer Group“ dieser Menschen zählt – eben der „labernden Klasse“. Dazu zählen Politiker, Journalisten und als „Experten“ auftretende Akademiker. Diese Herr- und Damenschaften brauchen Öffentlichkeit zum Überleben, und so handeln sie dann eben auch. Die „labernde Klasse“ empört sich über angebliches „racial profiling“. Das ist in der Tat ein schwieriges Thema. denn die Frage ist, ob jemand allein aufgrund rassistischer Vorurteile ins Visier der Polizei gerät oder ob auch andere, dann jeden beliebigen anderen Menschen betreffende Merkmale herangezogen werden. Das Thema ist insbesondere dann schwierig, wenn bestimmte Straftaten von Menschen verübt werden, die sich überwiegend anhand der Dinge identifizieren lassen, die dem Verdacht auf „racial profiling“ Nahrung geben könnten.

Aber was soll die Polizei machen? Diese Fakten ignorieren? Wenn es nach gewissen Leuten geht, die nicht nur Parteivorsitzende der „Grünen“ sind, sondern sich auch in diversen „sozialen Netzwerken“ austoben, dann wohl „ja“.

Nun wissen wir, dass, wenn es wirklich um Leben und Tod geht, „racial profiling“ tatsächlich eingesetzt wird. Fragen Sie den Israeli Ihres Vertrauens. Und den Araber, der mit einer israelischen Maschine irgendwohin fliegen möchte. Die alle finden es gut, dass sich die Sicherheitskräfte auf dunkelhaarige, bärtige Männer konzentrieren statt auf blondierte, bartlose Omas. Und keinem, der noch alle Sinne beieinander hat, würde es einfallen, daran Kritik zu üben.

Das Problem mit „Köln“ ist allerdings, dass schon der Vorwurf an sich herbeikonstruiert ist. Denn die betroffene Gruppe zeichnete sich durch andere Merkmale als z.B. nur ihre Hautfarbe aus: Die Herren (Damen waren aus feminismus-unerfindlichen Gründen nicht dabei) kamen in Gruppen, zeigten sich aggressiv und waren in der Wahl ihres angeblichen Feierortes äußert fixiert (Hauptbahnhof). Zufällig entsprach genau das allen Kriterien, die von den Opfern der 2016er Übergriffe angeführt wurden – und dann haben wir noch kein Wort über das Aussehen verloren. Was aber auch von den Opfern eindeutig beschrieben wurde.

Kurzum: Man kann die bisher bekannten Maßnahmen der Kölner Polizei kaum kritisieren, ohne den Opfern von vor einem Jahr kräftig in den Arsch zu treten allein aus dem Grund, dass sie es wagten, sich als Opfer einer als sakrosankt erklärten Tätergruppe darzustellen.

Die eine Ideologie zerfrisst die andere. Soweit es die Netze betrifft: nichts Neues. Echte Wähler hingegen könnten in echt anders abstimmen. So lange Putin uns lässt.

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