Neues der Woche (KW 41)

Wieder zurück vom Auswärts-Job – gibt es Bloggenswertes?

Diese Woche erstaunlich wenig.

Gut, da war das zweite Duell Clinton-Trump. Das durch die überraschende Nachricht aufgeheizt wurde, Trump sei ein selbstverliebtes, ignorantes Arschloch, und das eben sogar auch Frauen gegenüber. Man kann eben nicht von jedem verlangen, schon die republikanischen Primaries verfolgt zu haben, bei denen Trump sein besonderes Geschick auch Frauen gegenüber bereits hinreichend unter Beweis stellte. Im Grunde müsste man auf die Demokraten und ihre Kandidatin sogar viel wütender sein als über die Republikaner – wie kann man nur so dämlich sein, diese todsichere Chance nicht einfach locker zu versenken? Wie miserabel wird sich Hillary weiter präsentieren, um Donald’s peinliche Auftritte vergessen zu lassen?

Aber wir wollen nicht schadenfroh sein. Wer zuerst einen Politiker nennen kann, den er als Kanzler sehen möchte, hebe die Hand! Ja, Sie da hinten? Netter Versuch, aber sie haben offensichtlich keinerlei Ahnung von auch nur irgendwas. Alle anderen, die sich nicht überwinden konnten, für irgendjemanden aufzuzeigen, seien hiermit getröstet: Der Werwohlf lässt bei dieser Frage seine Pfoten auch unten.

Weiter: Der mutmaßliche Leipziger Terrorist geht erst durch die Lappen, wird dann von syrischen Landsleuten festgesetzt und bringt sich schließlich in der JVA selbst um. Fehlt nur noch, dass dessen Aussage, die Helden, die ihn der Polizei übergaben, seien selbst beteiligt, auch noch stimmt[1]. So richtig effizient scheinen die Sicherheitskräfte und der Justizvollzug in Sachsen jedenfalls tatsächlich nicht zu arbeiten – der Rücktritt des betreffenden Ministers erscheint da angebracht. Aber wir wollen auch nicht vergessen, dass der Hintergrund, vor dem erst solche Situationen entstehen können, woanders geschaffen wurde.

Nobelpreis für Bob Dylan: Ausgezeichnet. Erstens, dass ein Lyriker dran kam. Zweitens, dass sich das Komitee nicht scheut, auch Musiker zu nehmen. Zu Dylan selbst kann der Werwohlf nicht viel sagen: Er hat ihn akustisch nie verstanden.

Ach ja, zwei Fußball-Länderspiele gab es auch noch. Okay, die Gegner der deutschen Mannschaft waren jetzt nicht die allerbesten. Aber früher sah das alles schon mal viel peinlicher aus. Insofern: Gute Arbeit, Jogi! Und einen Grund zum Abfeiern gab es auch: San Marino schoss ein Auswärtstor.

Üble Nachricht zum Schluss: DNA-Funde bringen den NSU in Verbindung mit dem Mord an einem kleinen Kind. Man erfährt jetzt einiges über die Beziehungen der rechten Szene zur Kinderpornographie. Was zweierlei bedeutet: Erstens lernen wir, dass rechtsextreme Mörder auch jenseits ihres Hasses auf Ausländer pathologische Schädigungen aufweisen. Und zweitens wird die von links gern propagierte These, die NSU sei sozusagen nur die Speerspitze der Bürgerlichkeit, immer absurder.

Was Positives zum Schluss? Gerne doch. Mit Ursula von der Leyen hat offensichtlich Managementkompetenz internationalen Standards Einzug in die Bundesregierung gehalten. Im Verteidigungsministerium wird anscheinend haufenweise dafür Geld gezahlt, dass teure Berater das Know-How der indirekt für untauglich befundenen Mitarbeiter in schicken Powerpoint-Präsentationen als eigene Ideen ausgeben. Herzlichen Glückwunsch!

[1] Es ging ja gleich los mit den Bewertungen, bis hin zu Forderungen, das Bundesverdienst*kreuz* zu verleihen. Manchmal tut ein wenig zeitlicher Abstand gut. Auch, wenn sich die unschönen Einwände als unbegründet herausstellen.

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