Die peinliche Frau Künast

Bei Renate Künasts Tweets darf man ja schon feiern, wenn sie keine einfachen Fehler enthalten. Aber selbst wenn ihr das gelingt, schafft sie es trotzdem, erneut ins Fettnäpfchen zu treten. Als ein zwar tapferer, aber auch etwas verwirrter Rechtgläubiger sich entschloss, wenn noch nicht die deutsche Gesellschaft, so doch die Schädel chinesischer Touristen zu spalten, und er nach weiteren Bemühungen, das Gebot seines Gottes durch Mord zu erfüllen, letztlich von glücklicherweise zufällig in der Nähe befindlichen SEK-Kräften erschossen wurde, entblödete sich die Grünen-Politikerin nicht, diesen Tweet abzusetzen:

„Tragisch und wir hoffen für die Verletzten. Wieso kann der Angreifer nicht angriffsunfähig geschossen werden???? Fragen!“

Danach zeigte sie sich verwundert bis empört, dass viele Menschen diese Äußerung vehement verurteilten. Ihre Verteidigungsversuche können z.B. auf „Welt Online“ nachgelesen werden: „Wie Renate Künast ihren Würzburg-Tweet verteidigt“

Im Grunde ist es enorm peinlich. Selbstverständlich ist der Tweet ganz klar als Verdächtigung der Polizei zu bewerten. Eine andere Intepretation ist logisch gar nicht möglich. Wäre es anders gedacht gewesen, hätte Frau Künast die auf der Hand liegende Antwort selbst einfallen müssen: „Weil es anders nicht ging.“ Nur, wenn sie genau das bezweifelte, ergibt ihre Textnachricht einen Sinn. 

Die Rechtfertigungen, man müsse doch „fragen dürfen“, gerade als Politikerin, setzen den Peinlichkeiten noch die Krone auf. Frau Künast durfte ja fragen. Und auch der Werwohlf würde ihr Recht darauf jederzeit verteidigen. Nur darf man diese Frage dann eben auch so einordnen, wie sie es verdient.

Besser, sie hätte einen slowakischen Polen gefragt, ob es in Lincoln auch ein Washington-Denkmal gibt.

Update: Auf Twitter fand der Werwohlf einen Hinweis auf revolutionäre Nahkampftechniken von Polizisten, die sich Künasts strenge Frage zu Herzen nahmen.

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One Comment on “Die peinliche Frau Künast”

  1. Klaus sagt:

    Warum peinlich? Sie hat genau das erreicht was sie wollte: die Polizei unter Rechtfertigungsdruck.
    In einem verschwundenen Artikel auf bundesregierung.de meinte Altmeier: „Es ist ein ganz schreckliches, ein tragisches Unglück und eine Gewalttat.“. Was hier tragisches Unglück und was die Gewalttat war ist nicht für jeden sofort ersichtlich.


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