Warum anonym?

Neulich auf Twitter hatte ich eine kleine Auseinandersetzung mit einer PR-Pappnase, der mich als “feige” beschimpfte, weil ich im Netz als “Werwohlf” auftrete. Mal ganz abgesehen davon, dass er auch nicht wissen könnte, ob eine beliebige Kombination aus Vor- und Nachnamen einer realen Person zuzuordnen ist, und auch mal abgesehen davon, dass ich mich trotz des Pseudonyms bemühe, normale Umgangsformen zu wahren, und zuletzt auch völlig abgesehen davon, dass ich nicht dazu neige, Rechtswidriges von mir zu geben – heute erschien auf “Welt Online” ein Artikel, der die Berechtigung meines Vorgehens untermauert:

AfD beklagt “latente Berufsverbote” für Mitglieder

Nun gehöre ich nicht (mehr) der AfD an, aber ich neige dazu, den Umgang der “aufrechten Demokraten” mit ihr zu kritisieren und sie gegen ungerechte Behandlung verbal in Schutz zu nehmen – nicht, weil ich die Partei so mag, sondern weil meine Vorstellung des demokratischen Spektrums rechts nicht bei der Merkel-CDU endet. Es wäre also keinesfalls ausgeschlossen, dass wackere Kämpfer für Toleranz und Demokratie mir als Selbständigem ähnliche Probleme bereiten könnten wie im Artikel geschildert. Nun ist es zwar aus meiner Sicht das Recht jedes Privaten, sich seine Vertragspartner auszusuchen, allerdings scheinen viele der Schikanen vor allem darauf zurückzuführen zu sein, dass Kräfte, die mit empfindlichen Übeln drohen können, hier entsprechend Druck ausübten. Und das kann dann nicht nur persönlich unangenehm werden, sondern ist eine bedenkliche Entwicklung in diesem Land, die von Regierungsmitgliedern wie Heiko Maas auch noch kräftig angefeuert wird.

Es bestehen zwar noch gewaltige Unterschiede in Tempo, Ausmaß und Konsequenzen, aber Ähnlichkeiten zu dem, was in Ländern üblich ist, deren Vortänzer hierzulande heftig kritisiert werden, lassen sich kaum noch verheimlichen.

Man kann daher Freunden der Meinungsfreiheit auch angesichts jüngster Vorkommnisse nur den Rat geben, sich im Internet nicht auf die Angebote einzelner Anbieter wie Facebook oder Twitter zu verlassen, sondern die ganze Freiheit eines weltweiten Netzes zu nutzen.

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