Weiter reden

Jetzt mal Butter bei die Fische: Ist der Werwohlf ein Rechter?

Die Antwort von dem, der es wissen müsste: keine Ahnung. Der Werwohlf ist gegen jeden Zentralismus. Sei es ein wirtschaftlicher oder ein politischer. Deswegen mag er die EU gar nicht. Aber er hätte auch nichts dagegen, gäbe es die Bundesrepublik Deutschland nicht mehr. Ja wenn an ihre Stelle demokratisch verfasste Gebietskörperschaften treten würden. Welche auch immer. Vielleicht gar grenzübergreifende?

So weit zum Thema des im Werwohlf schlummernden Nationalismus. Er ist keins für ihn.

Aber der Werwohlf ist auch dafür, dass ein Club darüber entscheiden darf, wer in ihm Mitglied wird. Egal, wie sich der Club definiert. 

Und jetzt können wir weiter reden.

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6 Kommentare on “Weiter reden”

  1. Tigger sagt:

    Ist doch so,…wenn alle einen Schritt nach links machen, befindet man sich eben rechts. So ähnlich wie wenn alle zurückweichen, und man plötzlich als Freiwilliger gilt.

  2. Paul sagt:

    Kann es sein, dass Werwohlf ein Linker ist?

    • Werwohlf sagt:

      Von ganz rechts aus kann man das sicher so sehen. Allerdings gibt es nicht allzu viele Leute, die das tun… Wäre auch schwierig, denn mir fällt spontan keine einzige bei Linken beliebte Politik ein, die ich befürworte. Allerdings befürworte ich wiederum selten überhaupt irgendeine Politik… So zieht eben der einsame Wohlf seine Kreise.

  3. Dennis sagt:

    Wo hört bei Ihnen eigentlich der Zentralismus auf? Wieso sind von Ihnen bevorzugte „demokratisch verfasste Gebietskörperschaften“ anstelle der Bundesrepublik eigentlich nicht zentralistisch? Auch die Gemeindeverwaltung in Kleinkleckersdorf (zweifelsohne eine „Gebietskörperschaft“) ist zentralistisch, indem sie für mehrere Straßen/Häuser/Personen zuständig ist. Im Begriff „Gebietskörperschaft“, respektive in „Körperschaft“, ist der Zentralismusbegriff übrigens schon enthalten. Wozu braucht man so was überhaupt? Könnten nicht auch die einzelnen Körperteile jedes für sich alleine leben?

    • Werwohlf sagt:

      Ich bin kein großer Freund von Idealen, aber einer von Schritten. Da ist nun jeder, der weitere Abgaben von Kompetenzen an eine höhere Instanz mit sich bringt, ein zentralistischer, und jeder, der Kompetenzen nach unten delegiert, keiner. Indizien für Zentralismus sind übrigens eine große Beliebtheit bei Beamten und Politikern, denen eine weniger große bei den Bürgern gegenüber steht. Mit der Vorliebe für dezentralere Entscheidungen ist allerdings auch die Annahme verbunden, dass dieses zu einem Rückgang staatlicher Aktivität überhaupt führen würde.

      Sieht man sich die Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland an, so ist das Grundgesetz immer zentralistischer geworden. In der Finanzwissenschaft ist das auch als „Anziehungskraft des größeren Haushalts“ bekannt. Die üblichen Folgen dieses Treibens bestehen in der Aufweichung fiskalischer Äquivalenz und Free-Rider-Verhalten, wobei man bei der EU nicht umhin kommt festzstellen, dass es gerade diese Folgen sind, die weiteren Zentralismus für einige Politiker besonders attraktiv machen. Am Ende stehen aufgeblähte Haushalte, Verschwendung von Steuergeldern und Korruption.

      Im Übrigen ist es nicht korrekt gelesen, wenn man meine Weigerung, gegen etwas zu sein, als Präferenz dafür ansieht. Der entsprechende Satz war nur für diejenigen gedacht, die bei einer EU-skeptischen Haltung gleich „Nationalismus“ erbrechen müssen. Denen sei eben gesagt: Um die Stärkung oder Romantisierung eines „Deutschlands“ geht es mir dabei nicht. Ich könnte auch ohne, und mir würde es nichts ausmachen, in Gebietskörperschaften zu leben, die aus heutiger Sicht grenzübergreifend sind.


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