Ist das alles? Wirklich alles?

Man lese nur mal diesen gequirlten Bockmist, den die international geliebte und national verehrte Bundeskanzlerin da neulich in Bern von sich gegeben hat. 

Sie wurde von einer Schweizerin gefragt, wie sie Europa und seine Kultur vor einer zunehmenden Islamisierung durch die jetzt in Massen zuströmenden Einwanderer schützen wolle. Sie hätte daraufhin viele sinnvolle Dinge sagen können. Meinetwegen auch, dass es eine „Islamisierung“ gar nicht gäbe, was aber angesichts der im Land zunehmenden Zugeständnisse an islamische Forderungen so ganz richtig kaum wäre. Aber gerne auch, dass es vor allem darauf ankäme, im jeweiligen Land die eigenen Werte zu leben und die daraus entstandenen Gesetze durchzusetzen, und dass solange dies geschehe, man über Islamisierung keinesfalls zu reden brauche. Hat sie aber nicht gemacht.

Stattdessen folgte Geschwurbel in mehreren Teilen. 

Teil 1: Islamismus ist auch ein Problem des Westens, weil der IS von dort Kämpfer rekrutiert.
Teil 2: Angst haben ist uncool.
Teil 3: Der Islam gehört zu Deutschland.
Teil 4: Die Christen kennen und leben ihren Glauben nicht genug.
Teil 5: Der Westen hat auch schon Schlimmes getan, also wo ist das Problem.

Also gut, mal was zu allen Teilen.

Teil 1: Ja klar, wurde der Islamismus auch zu einem Problem des Westens. Aber er hat dort weder seine Wurzeln noch wird er von dort angeleitet. Was bitte ist das für ein Gegenargument, wenn die Fragestellerin wegen der Gefahren durch Islamisierung besorgt ist? „Sie erzählen Unsinn, weil das Problem bereits da ist!“?

Teil 2: Eine gewisse deutsche Bundeskanzlerin ist vor nicht allzu langer Zeit angesichts massenhafter Angst derart eingeknickt, dass sie in ihrer Energiepolitik eine Kehrtwende vollzog. Also hätte es an dieser Stelle einer Erklärung des Unterschieds zwischen richtiger und falscher Angst bedurft.

Teil 3: „Gehören zu“ ist eine normative Formulierung. Niemand würde Muslime und den Islam in Deutschland vermissen. Es ginge auch ohne. Aber es gibt auch überhaupt keinen Grund, auf sie zu verzichten. Es geht auch mit. Oder mit anderen Worten: Es ist egal. Zu Deutschland gehören Menschen, die diesen Staat schätzen und gerne hier leben. Alles andere kann, muss aber nicht.

Teil 4: Das ist eine nette Problembeschreibung, hat aber mit der Fragestellung überhaupt nichts zu tun. Es geht ja beim Begriff „Islamisierung“ nicht darum, dass Muslime besonders heftig vor sich hin glauben würden und darin den Christen überlegen wären. Es geht darum, dass islamische Regeln mehr und mehr im Alltag zur Geltung gebracht werden, angefangen vom Tragen des Kopftuchs über Essensregeln bis hin zur Trennung der Geschlechter. Und dass zugleich, ganz egal wie gut Christen über Pfingsten Bescheid wissen, christlich begründete Traditionen mehr und mehr geschleift werden, so dass auch Kindergärtnerinnen entlassen werden können, wenn sie den Kindern den Sinn des Weihnachtsfests erläutern. Mit ihrem Vortrag über besseres Christsein hat Merkel hier gleichzeitig Ignoranz und Arroganz bewiesen – leider eine nicht so seltene Kombination.

Teil 5: Merkel übernimmt hier locker-flockig islamistische Argumentation. Es hätte wohl nur wenig gefehlt und die Kreuzzüge wären auch noch erwähnt worden. Aber die Frage zielte nicht auf einen historischen Schönheitswettbewerb ab, sondern darauf, wie sie als Kanzlerin mit einem konkreten Problem umzugehen gedenkt. Indem sie die Problembeschreibung zu „Hochmut“ erklärt, rechtfertigt sie ihr Nichtstun. Als deutsche Bundeskanzlerin.

Wer auch immer sich dem Wahn hingibt, die Probleme unseres Landes seien bei dieser Frau in guten Händen, sollte angesichts dieser Demonstration opportunistischer Arroganz besser nochmal nachdenken.

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