No One Ever Got Fired for Buying IBM

Dieses Blog beschäftigt sich vor allem mit Politik. Und in ganz wenigen Ausnahmen auch mal mit Fußball. Aber es gibt auch noch einen Bereich, in dem man auf ähnlich fanatische Anhänger treffen kann: wenn es um Autos geht.

Die Beschäftigung damit soll jetzt nicht zur Regel werden, aber an dieser Stelle sei dann doch mal einer bestimmten Automobilmarke und deren Verantwortlichen eine deutliche Kritik entgegengebracht: Es geht um das Ende der Hydropneumatik bei Citroën. Ja, der Einbau dieser Dämpfung erfordert ganz bestimmte Fahrwerke, und er steht ganz entschieden den aktuellen Moden in der Automobilwirtschaft entgehen, die auf maximale Vereinheitlichung unter und emotionale Differenzierung oberhalb des Blechs abzielen. Das automobile IBM sozusagen. Aber es gab diesen Unterschied nur bei Citroën. 

Jetzt kommen natürlich viele Stimmen von Fans insbesondere deutscher Fabrikate, die den durch die Hydropneumatik erzielten Komfortvorsprung für unbedeutend erklären und den Schritt des PGA-Managements als längst überfälligen hinstellen wollem. Aber diese Leute können nie einen Citroen mit Hydropneumatik gefahren haben. All diese Besserwisser, die diese Citroen-Technik gerne als überflüssig einordnen würden, sollen doch bitte dem Werwohlf ein Fahrzeug der gehobenen Mittelklasse (also der des C5) nennen, das im Fahrkomfort dem C5 auch nur nahe kommt. Sie werden keins finden, was z.T. auch an dem Axiom liegt, ein Auto dieser Preisklasse habe sich durch „sportliches“ Fahrverhalten auszuzeichnen – als käme es dem deutschen Durchschnittsfahrer darauf an, möglichst schnell enge Serpentine zu überwinden. 

Man mag den aktuellen Stand der Hydropneumatik kritisieren – auch der Werwohlf musste leider erst einige Schwächen durch die Citroën-Werkstätten seines Vertrauens (die „Freundlichen“) beseitigen lassen, aber danach lief die „Zitrone“ wie am Schnürchen. Es gibt für Nichthektiker nichts Angenehmeres als einen hydropneumatisch gefederten PGA-Diesel. Entspannter kommt man nie ans Ziel. 

Die neue Generation der Citroën-Erfindung bot viel. Sie passte sich z.B. der jeweiligen Geschwindigkeit an. Und dennoch hätte natürlich eine Erweiterung erforderlich gewesen sein können. Aber das Management entschloss sich zum „Me too.“ Möge diese Entscheidung als eines der größten Marketing-Desaster in die Geschichte der Betriebswirtschaft eingehen, während der Werwohlf von seinem C5 schnell und unvergleichlich komfortabel zu seinem nächsten Ziel gebracht wird. 

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Platz für Senf.

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