Noch mal was zum wirklich Wichtigen

Das Pokalendspiel war das perfekte Menetekel. Die Wachablösung der Traditionsvereine durch die „modernen“ steht auch in der Bundesliga bevor. Mit der Ausnahme der Bayern natürlich. 

Es ist auch letztlich egal, was die „Underdogs“ probieren. Auch im Fußball ist alles käuflich. Jede neue Idee, jeder innovative Ansatz kann sich dort nur vorübergehend durchsetzen, dann werden seine Inhalte übernommen und seine Protagonisten abgeworben. Wessen Glück also davon abhängt, Fan eines Vereins zu sein, der um Titel mitspielt, der hat künftig in Deutschland nur die Wahl zwischen den Bayern, Wolfsburg und wahrscheinlich Leipzig. Dauerhaft gesehen jedenfalls, denn damit ist nicht ausgeschlossen, dass eine Innovation eine oder zwei Spielzeiten Raum bekommt,  um sich für alle erkennbar durchzusetzen. Oder besonders begnadete Spieler in dieser Zeit ihrem anderen Verein treu bleiben. 

Auf lange Sicht aber setzt sich das Geld durch. So geht das Spiel, wie es heute funktioniert. Wer etwas anderes will, muss die Regeln ändern. Nicht unbedingt die des Spiels selbst, aber die des Geldes. Wie z.B. in den USA, wo es „salary caps“ gibt und feste Regeln, wer als erster auf vielversprechende Jungstars zugreifen darf. Das hat viel damit zu tun, dass dort Abstiege nicht im System eingebaut sind, aber wenn die Praxis der deutschen Ligen aus Selbe hinaus läuft, weil sich eine klare Zwei-Bis-Drei-Klassengesellschaft etabliert, muss man auch hier über solche Dinge nachdenken. 

Was im Moment nicht das primäre Problem der Fußballverbände sein sollte, klar. Aber es wird kommen.

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