Entlarvt

Die Rollen sind klar verteilt: Wer ausnahmslos jeden „Flüchtling“ (das neue Wort für Einwanderer) aufnehmen will, ist ein Guter. Wer das nicht will, ein Böser. Allerdings sind auch die „Guten“ tatsächlich Sozialdarwinisten und Anhänger einer Theorie völkischen Bodens. 

Schauen wir uns doch mal die Berichte an, die uns das Schicksal der Flüchtlinge, die ja anscheinend allesamt aus Kriegsgebieten kommen, verdeutlichen sollen. Da ist die Rede von sehr schwierig zu bewältigenden Wegen, begleitet von stetiger Lebensgefahr und sehr hohen finanziellen Aufwendungen. Kurzum: Es ist ein extrem anspruchsvoller Parcours. Sobald man aber den absolviert hat und Deutschland erreicht, soll dem Flüchtling die ganze Fülle des deutschen Wohlfahrtsstaats zuteil werden. Aber auch erst dann. Die armen Säue, die aufgrund mangelnder finanzieller Ressourcen oder körperlicher Fitness gar nicht die ersten Runden überstehen könnten, oder die fehlgeleiteten Seelen, die in außereuropäischen Gefilden Zuflucht suchen, die sind den „Refugees welcome!“-Helden mehr oder weniger egal. 

Erst muss die harte Prüfung absolviert sein, und erst muss deutscher Boden betreten werden. Klingt das nicht nach einer älteren Erzählung?

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